Lesezeichen zum 2. WELTKRIEG


 

Asfeld

Département Ardennes

5.386 deutsche Kriegstote

Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof Asfeld-la-Ville wurde am 11. April 1917 von der deutschen Truppe mit Beginn der französischen Offensive angelegt, als man zahlreiche Schwerverwundete aus dem Frontbereich in entfernter liegende Lazarettorte verlegte. Hierher erfolgte auch die Umbettung von Gefallenen des Vormarsches im August 1914 und der Schlacht bei Reims im September/Oktober 1914. Der größte Teil der Toten stammt jedoch aus den schweren Kämpfen in der Champagne, auf den Höhen vor Reims und am Chemin-des-Dames im April/Mai 1917. Groß ist auch der Anteil an Toten aus den Angriffs- und Verteidigungschlachten im Frühjahr und Herbst 1918. Die französischen Militärbehörden erweiterten den Friedhof 1920 durch Zubettungen aus dem Bereich von 48 Gemeinden und Ortsteilen im Umkreis von bis zu 30 Kilometern.

Unter den aus Villers-devant-les-Tours (ca. 7 Kilometer nördlich Asfeld) Umgebetteten, befand sich auch der älteste gefallene Kriegsfreiwillige des deutschen Heeres, der Leutnant d.R. René Caspar Gregory, der im Alter von 71 Jahren als Leiter eines Gräber-Verwaltungs-Kommandos nahe Neufchateau an der Aisne bei der Bergung von Gefallenen durch eine Granate sein Leben verlor. (Block 7 - Grab 88). 1846 in den USA geboren kam er 1873 nach Deutschland, um hier seine Studien zu vollenden. Er promovierte und habilitierte in Leipzig und wurde 1891 zum ordentlichen Honorarprofessor berufen, nachdem er 1881 die sächsische Staatsbürgerschaft erworben hatte. Seine Lebensarbeit war die Entdeckung, Erforschung und Klassifizierung neutestamentlicher Handschriften. Zu diesem Zweck unternahm er weite Forschungsreisen, wobei ihm die Kenntnis von 16 modernen Sprachen besonders hilfreich war. Am 11. August 1914 meldete er sich als Kriegsfreiwilliger.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ab 1927 aufgrund einer Vereinbarung mit den zuständigen französischen Militärbehörden aus. Damit verbunden war der Bau eines neuen Einganges mit Natursteinmauer und schmiedeeisernem Tor sowie die Pflanzung von Bäumen und Büschen. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges zunächst noch ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen. Außer einer grundlegenden landschaftsgärtnerischen Überarbeitung, an der freiwillige Helfer der Jugendlager des Volksbundes tatkräftig mitwirkten, erfolgte ab 1976 der Austausch der provisorischen Holzgrabzeichen gegen dauerhafte Kreuze aus Metall mit den eingegossenen Namen und Daten der Toten. Auch hieran wirkten jugendliche Helfer mit. Sie versetzten die von der Bundeswehr antransportierten 35 Kilogramm schweren Betonfundamente für die Kreuze. Dadurch unterstützten sowohl die Jugendlichen als auch die Soldaten den Volksbund bei der Erfüllung seiner Aufgaben besonders eindrucksvoll.
Von den 5.386 Gefallenen ruhen 4.506 in Einzelgräbern; zwölf blieben namenlos.In dem Gemeinschaftsgrab mit 870 Opfern sind 42 bekannt.

Die acht Gräber Gefallener jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Stele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:

1. (oben) Hier ruht begraben ... .

2. (unten) Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden.


Buzancy

Département Ardennes

5.923 deutsche Kriegstote

1 Gefallener der Österr.-Ung. Armee

Erster WeltkriegDer deutsche Soldatenfriedhof Buzancy wurde nach Kriegsende von den französischen Militärbehörden als Sammelfriedhof für die deutschen Gefallenen angelegt, die auf dem Gebiet von 47 umliegenden Gemeinden und Ortsteilen eine provisorische Grabstätte erhalten hatten oder später beim Aufräumen des Schlachtfeldes gefunden wurden. Auch in Buzancy - während des Krieges Hauptquartier eines Armeecorps-Kommandos und mit mehreren Lazaretten ausgestattet - befand sich ein Friedhof, auf dem vor allem die ihren Verletzungen erlegenen Schwerverwundeten eine erste Ruhestätte erhielten. Die heute hier auf dem Sammelfriedhof Ruhenden verloren ihr Leben zu einem kleineren Teil während des deutschen Vormarsches 1914, zu einem größeren Teil jedoch beim Übergang zum Stellungskrieg von Herbst 1914 bis Januar 1915 und während der Schlachten in der Champagne im Februar/März und im Herbst 1915. Weitere schwere Verluste forderten die Kämpfe im Argonnerwald, bei denen man zum Teil zu Sprengungen der gegnerischen Stellungen als neuem Kriegsmittel griff, und die deutschen Rückzugsbewegungen von September bis November 1918. Die Gefallenen gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in nahezu allen Ländern und Provinzen des damaligen Deutschen Reiches lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. 1928 aufgrund einer 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Dazu gehörten Pflanzungen von Bäumen und Sträuchern, die Begrünung der Gräberflächen sowie die Errichtung eines Hochkreuzes aus Naturstein. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung

Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen. Außer einer grundlegenden landschaftsgärtnerischen Überarbeitung wurde das Gemeinschaftsgrab mit Mauerwerk in Naturstein eingefaßt und der Eingangsbereich mit Natursteinmauern und geschmiedetem Tor neu gestaltet. Durch umfangreiche Baumpflanzungen konnte ein hainartiger Charakter erreicht werden. Bereits 1965 hatten jugendliche Helfer der Jugendlager des Volksbundes an der Begrünung der Gräberfläche tatkräftig mitgewirkt. Im Jahre 1972 erfolgte der Austausch der provisorischen Holzgrabzeichen gegen Metallkreuze mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden.

Im Jahr zuvor hatten erneut freiwillige Helfer der Jugendlager des Volksbundes die 35 Kilogramm schweren, von der Bundeswehr antransportierten Betonfundamente für die neuen Kreuze an den Gräbern versetzt. Von den 5.923 Gefallenen ruhen 3.106 in Einzelgräbern. Von ihnen blieben sieben unbekannt. In dem Gemeinschaftsgrab sind 2.817 Opfer bestattet. Nur von 170 ist der Name bekannt.

Die zwölf Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen als Kennzeichnung statt des Kreuzes eine Stele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:
1. (oben) Hier ruht begraben ... .

2. (unten) Möge seine Seele
eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden.


Cambrai

Département Nord / Route de Solesmes

10.685 deutsche Kriegstote

6 rumänische Kriegstote

192 russische Kriegstote

Auf zwei Gräberfeldern 502 britische Kriegstote

Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof Cambrai wurde von der deutschen Truppe im März 1917 eingerichtet, nachdem die erste Anlage an der Porte-de-Paris belegt war. Cambrai war seinerzeit Zentrum militärischer Kommandostellen, des Nachschubs und der Lazarette. Hier wurden verwundete Deutsche, Franzosen und Engländer gleichermaßen versorgt. Die ihren Verwundungen erlagen, erhielten ein Grab auf der neuen gemeinsamen Kriegsgräberstätte.
Prof. Dr. Wilhelm Kreis - Architekt und 1919 Mitbegründer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - entwarf 1917 das Denkmal, das auch heute noch Mittelpunkt der gesamten Anlage ist. Weitere kleine Denkmale wurden von deutscher Seite auch dort errichtet, wo gegnerische Soldaten ihre letzte Ruhestätte gefunden hatten. Die Zahl der Beisetzungen stieg mit den Schlachten bei Arras im April 1917 sowie des britischen Angriffs auf Cambrai im November, bei dem erstmals ein Masseneinsatz von Panzerkampfwagen erfolgte. Das überraschende Auftreten von fast 400 Tanks verursachte hohe Verluste bei den Verteidigern und führte die Angreifer bis in die Außenbezirke von Cambrai. Weitere Verluste forderten der deutsche Gegenangriff, der die Engländer im Dezember 1917 wieder auf ihre Ausgangsstellungen zurückwarf sowie die deutsche Offensive im März 1918 und die Abwehrkämpfe im September und Oktober 1918.
Die in Cambrai Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in nahezu allen Ländern und preußischen Provinzen im damaligen Deutschen Reich lagen.

Auf dem Friedhof ruhen auch Angehörige der berühmten Jagdstaffel Boelcke, die einige Zeit in Cambrai stationiert war. Einige der 1918 Gefallenen gehörten Truppenteilen an, die zu dieser Zeit auf deutscher Seite erstmals in Erscheinung traten: Schwere Kampfwagen-Abt.15, Panzerwagen-Abt.11, Marineinf.-Regimenter 1 bis 3. Die französischen Militärbehörden erweiterten den Friedhof in den Jahren 1921 - 1924 durch Umbettungen deutscher Kriegstoter, die bisher in der Region auf Zivil- und in provisorischen Feldfriedhöfen bestattet waren oder deren sterbliche Überreste man beim Aufräumen der Kampfgebiete fand. Hierdurch kamen auch Gefallene aus den ersten Kriegsjahren 1914 - 1916 nach Cambrai. Die britischen Gräberfelder gestaltete die Commonwealth War Graves Commission durch Setzen von besonders gestalteten Grabstelen und eines Denkmals in der Form eines keltischen Kreuzes.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. bereits in den dreißiger Jahren auf Grund einer 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. U. a. erfolgten umfangreiche Pflanzungen von Bäumen und Büschen in Ergänzung des bereits aus der Kriegszeit stammenden Bestandes, die Begrünung der gesamten Gräberfläche sowie die Erneuerung der Hecken. Ab 1977 begann der Aus-tausch der bisherigen provisorischen Grabzeichen aus Beton und Holz gegen Kreuze aus Naturstein mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden.

Von den 10.685 deutschen Gefallenen ruhen 7.939 in Einzelgräbern. Von ihnen blieben 242 unbekannt. In dem Gemeinschaftsgrab sind 2.746 Opfer bestattet. Nur 442 sind namentlich bekannt.

Die 26 Gräber Gefallener jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Stele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:
adsfhashdfuh1. (oben) Hier ruht begraben ... .

2. (unten) Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden


Consenvoye

Département Meuse

11.146 deutsche Kriegstote; 1 Krankenschwester, 1 russischer Kriegstoter, 62 Gefallene der k.u.k. Österr.-Ung. Armee, Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof Consenvoye wurde 1920 von den französischen Militärbehörden als Sammelfriedhof angelegt. Hierher wurden deutsche Tote umgebettet, die in einem breiten Sektor zwischen Verdun und Henay links und rechts der Maas während der ersten Kämpfe im August 1914, während des Stellungskrieges zwischen den Großkampftagen und während der Schlachten um Verdun im Jahre 1916, im Sommer 1917 und im September/Oktober 1918 in provisorischen Grabstätten beigesetzt worden waren. Weitere Tote folgten, die bei den Rekultivierungsarbeiten auf dem Schlachtfeld gefunden wurden. Diese Arbeiten erstreckten sich fast bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges. Auf dem Friedhof ruhen heute Tote, deren Truppenteilen in fast allen Ländern und Provinzen des damaligen Deutschen Reiches stationiert waren. Die Gefallenen der Österr.-Ung. Armee gehörten vier k.u.k. Divisionen an, die ab Sommer 1918 zur Unterstützung des Verbündeten an die Westfront entsandt worden waren und die noch in die Kämpfe eingriffen, bis der Waffenstillstand am 11. November 1918 den Krieg beendete. Mehrere k.u.k. Artillerieregimenter waren im Westen bereits seit Februar 1918 im Einsatz.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen

Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aufgrund einer 1926 mit den französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Bereits im Winter 1927-1928 erfolgten umfangreiche Baumpflanzungen ungeachtet der immer noch stattfindenden Einbettungen von weiteren Toten. Ein weiterer Ausbau scheiterte an der Devisenknappheit und infolge des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges. Nach dem Frankreichfeldzug im Mai/Juni 1940 und der anschließenden deutschen Besetzung weiter Teile Frankreichs, bettete 1943 der Amtliche Deutsche Gräberdienst weitere 6.000 deutsche Tote aus Friedhöfen im Maastal und aus nahezu unerreichbaren Regimentsfriedhöfen, die inmitten des Argonner Waldes lagen, nach Consenvoye um. Der Volksbund nahm gleichzeitig die Ausbauarbeiten erneut auf und ließ einen Eingang mit Stützmauer entlang der ganzen Straßenfront aus Vogesensandstein errichten. Auf den Gräberreihen kamen monolithische Kreuzgruppen zur Aufstellung, während die Gräber durch kleine Eichenpflöcke mit Kupferabdeckung gekennzeichnet wurden. Die alliierte Landung und Rückeroberung Frankreichs beendete auch diese Arbeiten, bevor sie vollendet werden konnten.

Endgültige Gestaltung

Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Jugendliche freiwillige Helfer hatten bereits mit landschaftsbaulichen Vorarbeiten begonnen, in deren Verlauf u.a. Baugruben aus den Jahren 1943/44 verfüllt und Wildwuchs beseitigt wurde. Anschließend erfolgte die Begrünung des Gräberfeldes. 1978 erhielten die Gräber als Kennzeichnung Metallkreuze mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden anstelle der bisherigen provisorischen Grabkreuzzeichen aus Holz. Zuvor hatten jugendliche Helfer die zugehörigen 35 Kilogramm schweren Kreuzfundamente, deren Antransport die Bundeswehr übernahm, versetzt. Die Namen und Daten der in den Gemeinschaftsgräbern ruhenden bekannten Toten wurden auf gegossenen Metalltafeln festgehalten. Bei Gruppengräbern, in denen mehrere Tote in einem Grab ruhen, sind die Namen in Steinplatten, die ebenerdig vor den Kreuzen verlegt worden sind, eingraviert. Von den 11.146 Gefallenen ruhen 8.609 in Einzel- und Gruppengräbern; 78 blieben namenlos.

In den zwei Gemeinschaftsgräbern mit 2.537 Opfern sind 1.501 namentlich bekannt. Die 23 Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen als Kennzeichnung statt eines Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein, deren hebräische Schriftzeichen besagen:

1. (oben) Hier ruht begraben ... .

2. (unten) Möge seine Seele eingebunden sein in den Kreis der Lebenden.

Außerdem erfolgten umfangreiche Pflanzarbeiten insbesondere auch in dem Bereich hinter dem oberen Gemeinschaftsgrab, das eine Einfassung aus Naturstein erhielt. Monolithische Kreuzgruppen, die früher verteilt auf dem Gräberfeld standen, betonen heute das Bild des Gemeinschaftsgrabes. Am 22. September 1984 legte im Rahmen der Versöhnungsfeier zwischen Deutschen und Franzosen erstmals nach dem Ersten Weltkrieg der französische Staatspräsident Francois Mitterand, gemeinsam mit Bundeskanzler Helmut Kohl, einen Kranz zum Gedenken an die deutschen Kriegstoten auf dem Friedhof Consenvoye nieder. An dieses Ereignis erinnert eine Tafel am oberen Gemeinschaftsgrab mit der Inschrift:

Auf diesem Soldatenfriedhof trafen sich am 22. September 1984 zum ersten Mal in der Geschichte der beiden Völker der französische Staatspräsident und der deutsche Bundeskanzler. Sie legten im gemeinsamen Gedenken an die Toten beider Weltkriege Kränze nieder und erklärten: Wir haben uns versöhnt. Wir haben uns verständigt. Wir sind Freunde geworden.


Frasnoy

Département Nord

4.477 deutsche Kriegstote
2 Gefallene der k.u.k. Österr.-Ung. Armee
5 russische Kriegstote

Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof Frasnoy wurde erst nach Kriegsende als Sammelfriedhof von den französischen Militärbehörden angelegt, die hier alle deutschen Kriegstoten aus 81 Gemeindebereichen in einem Umkreis von bis zu 20 Kilometern zusammen betteten. Fast die Hälfte aller Toten kam aus Valenciennes, wo der von der deutschen Truppe bereits im Herbst 1914 angelegte und bis Oktober 1918 für Beisetzungen genutzte Soldatenfriedhof aufgelöst worden war. Vom Krieg wurde diese Landschaft nur im August/September 1914 und im Herbst 1918 direkt betroffen, als die deutschen Truppen sich unter dem ständigen Druck der Alliierten Streitkräfte langsam zurückzogen. In der Zeit von Ende 1914 bis Spätherbst 1918 waren Valenciennes und die umliegenden Ortschaften deutscher Hauptnachschubplatz für den gesamten rechten Flügel der Westfront. Dementsprechend groß war auch die Zahl der Lazarette in diesem Gebiet, in denen viele Schwerverwundete ihren Verletzungen erlagen. Auch unter den Etappendiensten forderten Unfälle, Krankheiten und Fliegerangriffe zahlreiche Opfer. Die hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in nahezu allen Ländern des damaligen Deutschen Reiches lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen

Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ab 1927 aufgrund einer Vereinbarung mit den zuständigen französischen Militärbehörden aus. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges zunächst noch ungelöst.

Endgültige Gestaltung

Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen. Außer einer grundlegenden landschaftsgärtnerischen Überarbeitung einschließlich Pflanzung von Bäumen, Sträuchern und Hecken, erfolgte ab 1970 der Austausch der provisorischen Holzgrabzeichen gegen dauerhafte Kreuze aus Metall mit den eingegossenen Namen und Daten der Toten. Hieran wirkten freiwillige jugendliche Helfer der Jugendlager des Volksbundes dadurch mit, dass sie die von der Bundeswehr antransportierten 35 Kilogramm schweren Betonfundamente für die Kreuze an den Gräbern versetzten.

Die 14 Gräber Gefallener jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Stele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:

1. (oben) Hier ruht begraben ... .

2. (unten) Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden.

Ferner wurden die gesamte Gräberfläche und Wege begrünt, das Gemeinschaftsgrab erhielt eine Einfassung aus Naturstein und der Eingang ein geschmiedetes Tor zwischen zwei Flügelmauern. Auch das Denkmal, noch während des Ersten Weltkrieges von der eigenen Truppe geschaffen, ist instandgesetzt worden.


Fricourt

Département Somme

17.027 deutsche Kriegstote

Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof wurde 1920 von den französischen Militärbehörden angelegt, die hier aus 79 Gemeindebereichen die deutschen Kriegstoten, die bis dahin in Feldgräbern oder provisorischen Grabstätten bestattet worden waren oder beim Aufräumen des Schlachtfeldes gefunden wurden, zusammenbetteten. Es handelte sich hauptsächlich um Gebiete nördlich der Somme im Umkreis von Albert, Bapaume, Combles und Villers-Bretonneux einschließlich dem Tal der Ancre.

Etwa 1.000 Tote stammen aus der Zeit der ersten Kämpfe an der Somme von Ende August bis Spätherbst 1914 sowie aus der Zeit des Stellungskrieges bis Juni 1916. Rund 10.000 der hier ruhenden Soldaten fielen im Verlauf der Sommeschlacht von Ende Juni bis Mitte November 1916. Weitere fast 6.000 starben im Verlaufe der Großen Schlacht in Frankreich und der nachfolgenden Kämpfe von März bis Oktober 1918. Zu ihnen zählte auch der berühmte deutsche Jagdflieger Manfred Frh. von Richthofen, der am 21.04.1918 bei einem Luftkampf tödlich getroffen und mit militärischen Ehren, die seine Gegner ihm erwiesen, bei Bertrangles beerdigt worden war. Er wurde zunächst nach Fricourt und im November 1925 nach Berlin übergeführt, wo er auf dem Invalidenfriedhof in einem Ehrengrab seine letzte Ruhestätte fand. Die hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in nahezu allen Ländern und Provinzen des damaligen Reiches lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ab 1929 auf Grund einer Vereinbarung mit den zuständigen französischen Militärbehörden aus. So erhielt die Anlage einen neuen Zugang mit Treppe und schmiedeeisernem Tor, Bäume und Sträucher wurden gepflanzt und die gesamte Gräberfläche begrünt. Die Gemeinschaftsgräber bekamen eine Einfassung aus Naturstein und eine Bepflanzung mit Wildrosen. Ein hölzernes Hochkreuz diente als zentrales Mal. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges zunächst noch ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen. Ab 1977 erfolgte der Austausch der provisorischen Holzgrabzeichen gegen solche aus Metall mit erhaben gegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Die Bundeswehr übernahm den Antransport der für das Aufstellen der Metallkreuze erforderlichen Betonfundamente, die zumeist von Teilnehmern an Jugendlagern des Volksbundes versetzt wurden.

Von den 5.057 in Einzelgräbern Ruhenden blieben 114 unbekannt. In vier Gemeinschaftsgräbern wurden 11.970 Gefallene bestattet, von denen lediglich 5.331 namentlich bekannt sind.

Die 14 Gräber Gefallener jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Stele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:
1. (oben) Hier ruht begraben ... .

2. (unten) Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden.

Es erfolgte eine grundlegende landschaftsgärtnerische Überarbeitung, die sich im wesentlichen auf die Erneuerung der Hecke und die gemauerte Umrandung der Gemeinschaftsgräber sowie die Begrünung der Gräberfläche erstreckte. Neue Bäume und Büsche wurden gepflanzt und der vorhandene Bestand einer gründlichen Überarbeitung unterzogen. Das hölzerne Hochkreuz wurde durch eines aus geschmiedetem Stahl ersetzt.

Pflege:
Der Friedhof wird ständig durch den Pflegedienst des Volksbundes betreut.


FR-54830 Gerbéviller / Deutscher Soldatenfriedhof

1. WK - 5462 deutsche Kriegstote 1. WK - 2.164 französische Kriegstote

Der deutsche Soldatenfriedhof Gerbéviller wurde von den französischen Militärbehörden im November 1920 als Sammelfriedhof angelegt. 3.756 deutsche Gefallene sind aus provisorischen Grabstätten in 67 Gemeindebereichen geborgen und hier wieder eingebettet worden. Es waren vorwiegend Tote aus der sogenannten "Schlacht in Lothringen". Später kamen noch verstorbene deutsche Kriegsgefangene hinzu.

Schon im Jahre 1919 hatten die französischen Militärbehörden in Champenoux, ca. 15 km ostwärts Nancy, einen weiteren Sammelfriedhof für 1.669 deutsche Gefallene angelegt. Aus Gründen öffentlichen Interesses mußte 1944 - während des Zweiten Weltkrieges -der Friedhof aufgehoben werden. Die Toten wurden nach Gerbéviller überführt, so daß die Gesamtbelegung auf 5.462 Gefallene stieg. Die hier Ruhenden gehörten zum größten Teil dem II. bayerischen Armeekorps, zu einem kleineren Teil dem XXI. Armeekorps und der Garde-Ersatz-Division an. Weitere Tote hatten ihre Heimatgarnisonen in Baden, Württemberg, Hessen, Westfalen Braunschweig, Oldenburg, Ostfriesland, Thüringen, Sachsen, Westpreußen, Schlesien, im Rheinland, im Elsaß und in Lothringen. Von den 1.120 in Einzelgräbern Bestatteten blieben 78 unbekannt. Im Gemeinschaftsgrab mit seinen 4.342 Toten blieben 1.045 Opfer ohne Namen.


Hautecourt-lès-Broville

Département Meuse, 7.885 deutsche Kriegstote, Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof Hautecourt ist von den französischen Militärbehörden im Februar 1920 als Sammelfriedhof angelegt worden. Zunächst wurden hier deutsche Tote zusammengebettet, die während des Krieges auf einer Reihe kleinerer Friedhöfe in der näheren Umgebung beigesetzt worden waren. Es folgten bis in die dreißiger Jahre hinein Gefallene, die man bei der Aufräumung und Rekultivierung des Schlachtfeldes von Verdun fand. Aus dem Kampfgebiet Fleury waren es allein über eintausend Tote, aus dem Raum Pfefferrücken-Louvemont weitere 600; nicht gezählt die übrigen 64 Kampfstätten, aus denen man die Toten barg. Auch heute noch werden dort bei Bauarbeiten die sterblichen Überreste Gefallener gefunden und auf einen der Friedhöfe überführt. Die in Hautecourt Ruhenden gehörten nicht weniger als 44 Inf. Regt., 2 Pion. Regt., 31 Art. Regt. und 2 Art. Battl. sowie sonstigen Truppenteilen, wie Flieger, Munitionskolonnen, Nachschubeinheiten etc. an, deren Heimatgarnisonen in nahezu allen Ländern und preußischen Provinzen des damaligen deutschen Reiches lagen. Nur wenige starben bei Kämpfen zu Beginn des Krieges beim Vormarsch im August und September 1914, sowie infolge des Stellungskrieges im Jahre 1915. Die Mehrzahl fiel während des am 21. Februar 1916 beginnenden deutschen Angriffs auf Verdun und der französischen Gegenoffensive im August/September 1917. Auch die franz.-amerikanischen Angriffe im September und Oktober 1918 sowohl bei St. Mihiel als auch westlich der Maas forderten erneut zahlreiche Opfer.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen

Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aufgrund einer 1926 mit den französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Bereits im Winter 1927/1928 konnten zahlreiche Bäume auf dem Gräberfeld gepflanzt werden. Von der höher liegenden National- bzw. Départementstraße führt eine Treppe zum Eingang, der von zwei Mauern aus Naturstein flankiert wird. Im Inneren des Friedhofes befinden sich beiderseits des Eingangs je eines der Gemeinschaftsgräber. Das kunstvoll geschmiedete Tor wurde 1932 von Essener Bürgern und der Kunstwerkstätte Frohneberg gestiftet. Die Stadt Essen übernahm die Patenschaft über den Friedhof und leistete namhafte Beiträge für den weiteren Ausbau. Mit einer bescheidenen Feier wurde der Friedhof am 7. Juli 1933 eingeweiht. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung

Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Freiwillige jugendliche Helfer des Volksbundes hatten bereits mit gärtnerischen Vorarbeiten, u.a. Verlegung von Drainagen und Planierung des Areals, begonnen. Im Jahre 1970 konnte mit dem Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Metall mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Vorher versetzten jugendliche Helfer die 35 Kilogramm schweren Kreuzfundamente, deren Antransport die Bundeswehr übernommen hatte. Abschließend erfolgte eine grundlegende landschaftsbauliche Überarbeitung des Friedhofes einschließlich Ergänzungspflanzung von Bäumen und Büschen, Restaurierung der Natursteinmauern und der Einfassungen der drei Gemeinschaftsgräber. Die Namen der bekannten Toten in den Gemeinschaftsgräbern wurden, eingegossen auf 32 großen Metalltafeln, links und rechts des Einganges angebracht. Die Stadt Essen beteiligte sich an der Finanzierung dieser Arbeiten durch namhafte Spenden.

Von den 7.885 Gefallenen ruhen 2.885 in Einzelgräbern; 106 blieben namenlos.

In den drei Gemeinschaftsgräbern ruhen insgesamt 5.194 Opfer.


Lambersart

Département Nord

5.090 deutsche Kriegstote
1 russischer Kriegstoter

Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof Lambersart wurde in den Jahren 1921 und 1922 von den französischen Militärbehörden angelegt und durch Zubettungen aus der Region - u.a. mehr als 500 Tote aus Gondecourt, mehr als 1.000 aus Lomme und 500 aus Roubaix - ständig vergrößert. Etwa 1.200 der hier Ruhenden erlitten den Tod bei den Kämpfen westlich von Lille im Oktober und Anfang November 1914, im November südlich Ypern und bei der Abwehr alliierter Angriffe im Dezember 1914. Mehr als 1.700 der Toten wurden Opfer des Stellungskrieges und insbesondere der Schlachten des Jahres 1917: der Osterschlacht bei Arras und der britischen Offensive in Flandern, die Anfang Juni 1917 begann und erst im Schlamm des Trichterfeldes Ende November zum Stillstand kam. Sie kostete sowohl Angreifern als auch Verteidigern unvorstellbare Verluste.Weitere mehr als 1.500 Opfer auf diesem Friedhof starben bei der deutschen Offensive im April 1918, dem nachfolgenden Stellungskrieg und den Abwehrkämpfen im August 1918. Unter den hier Bestatteten befinden sich in besonders hoher Zahl Angehörige ehem. Kgl.-sächsischer Truppenteile. Zahlreich ist auch der Anteil bayerischer Truppenteile. Darüber hinaus gehörten die Toten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in allen Provinzen Preußens sowie in Hessen, Baden, Württemberg und Elsaß-Lothringen lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ab 1927 aufgrund einer 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges vornehmen. Ein Hochkreuz aus Naturstein bildet jetzt den Mittelpunkt des Friedhofes, ein neuer Eingang wurde gestaltet und das ganze Friedhofsgelände einer grundlegenden landschaftsgärtnerischen Überarbeitung unterzogen. 1979 erfolgte der Austausch der bisherigen provisorischen Holzkreuze gegen Kreuze aus Metall mit erhaben eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Die Bundeswehr unterstützte den Volksbund u.a. durch den Antransport der für das Aufstellen der Metallkreuze erforderlichen 35 Kilogramm schweren Kreuzfundamente, die von Teilnehmern an den Jugendlagern des Volksbundes versetzt wurden.

Von den 5.090 Gefallenen ruhen 4.689 in Einzelgräbern; 186 blieben namenlos. In zwei Gemeinschaftsgräbern mit 401 Opfern blieben 316 ohne Namen.

Die 14 Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt eines Kreuzes eine Stele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:

1. (oben) Hier ruht begraben... .

2. (unten) Möge seine Seele eingebunden sein in den Kreis der Lebenden.


Deutscher Soldatenfriedhof Langemark

VIDEO-LINK: http://www.youtube.com/watch?v=RV3vJlSdqCw

Der Deutsche Soldatenfriedhof Langemark im belgischen Ort Langemark ist ein Friedhof für deutsche Soldaten, die im Ersten Weltkrieg während der Flandernschlacht fielen. Er steht im Zusammenhang mit dem Mythos von Langemark.

In der hügeligen Landschaft Westbelgiens werden auf den Äckern und in den Wäldern auch nach einem knappen Jahrhundert immer noch Granatsplitter, Projektile, Geschosse, Blindgänger, Gasgranaten und Skelette gefunden. Wenige Menschen besuchen den Friedhof. Er ist ein Mahnmal dafür, dass viele jugendliche Freiwillige wissentlich in den Tod geschickt wurden und viele Tote nicht mehr identifizierbar waren. Das politische und militärische Versagen wurde durch Propaganda verharmlost.


Maissemy

Département Aisne

30.478 deutsche Kriegstote

Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof wurde 1924 von den französischen Militärbehörden angelegt. Er ist die zweitgrößte deutsche Kriegsgräberstätte des Ersten Weltkrieges (die größte ist Neuville-St.Vaast bei Arras mit 44.833 Toten). Er entstand infolge der Zusammenlegung deutscher Gefallener aus den Bereichen von 124 Gemeinden und aus provisorischen, während der Kämpfe angelegten Grabstätten im Umkreis von etwa 30 Kilometern.

Die Toten gehörten Truppenteilen aus allen Ländern und Provinzen des Reiches an. Die Mehrzahl der Opfer verlor ihr Leben während der drei Somme-Schlachten, wobei jeweils fast die Hälfte der hier Ruhenden den Kämpfen von Ende Juni bis November 1916 und der Großen Schlacht in Frankreich im Frühjahr und Sommer 1918 zum Opfer fiel.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ab 1929 aufgrund einer Vereinbarung mit den zuständigen französischen Militärbehörden aus. Mehrere Hundert Bäume und Sträucher wurden gepflanzt und die kahlen Gräberfelder mit mehr als 70.000 Lavendelpflanzen begrünt. Die Gemeinschaftsgräber erhielten Steineinfassungen und eine Abdeckung mit 8.000 Wildrosen. Es entstand ein neuer Eingang nebst Umfassungsmauern an der Straßenfront und ein Mittelweg. Er ist links und rechts von großen Steinplatten flankiert. In die Oberflächen sind in kunstvoller Bleiintarsienarbeit Namen und Wappen der Städte aus dem Ruhrgebiet eingelassen, die eine Patenschaft für den Friedhof übernommen hatten.
1934/35 errichtete der Volksbund in der Mitte des Friedhofes zwischen den beiden großen Gemeinschaftsgräbern eine Gedenkhalle aus goldgelbem Darchinger Tuff, einem in Bayern gebrochenen Stein. Die Durchlässe sind mit schweren kunstvoll geschmiedeten Bronzegittern verschlossen. Im Inneren befindet sich ein Bronzesarkophag mit einem Engelfries. Darüber wölbt sich eine Mosaikdecke, für die über 340.000 Steinchen Verwendung fanden.

Die Gedenkhalle wurde am 12. Juli 1935 eingeweiht.

Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges zunächst noch ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen.
Ab 1964 haben Teilnehmer an Jugendlagern des Volksbundes aus Nordrhein-Westfalen die Gräberfläche planiert und begrünt. Ab 1972 erfolgte der Austausch der provisorischen Holzgrabzeichen gegen dauerhafte Kreuze aus belgischem Granit, in die Namen und Daten der Toten eingraviert sind.
Von den 30.478 Gefallenen ruhen 15.478 in Einzelgräbern; 54 blieben unbekannt.

In den beiden Gemeinschaftsgräbern sind 15 000 Opfer bestattet; nur 956 sind namentlich bekannt.

Die Gräber Gefallener jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Stele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:

1. (oben) Hier ruht begraben ... .

2. (unten) Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden.

Die Umfassungsmauern der beiden Gemeinschaftsgräber wurden einschließlich Fundamenten völlig erneuert. Auf ihrem Rand sind die Namen der Toten, soweit diese feststellbar waren, auf gegossenen Metalltafeln festgehalten. Ferner erfolgte eine grundlegende landschaftsgärtnerische Überarbeitung, die sich im wesentlichen auf den Bestand an Büschen und Bäumen -von denen ein Teil erneuert werden musste - und die Grünflächen des Friedhofgeländes erstreckte. Zu dem endgültigen Ausbau der Anlage trugen die Ruhrstädte, wie bereits zwischen den Kriegen, durch namhafte finanzielle Zuwendungen bei.

Pflege:
Der Friedhof wird ständig durch den Pflegedienst des Volksbundes betreut.


Menen

VIDEO-LINK: http://vimeo.com/44328300

Der deutsche Soldatenfriedhof Menen ist mit fast 48.000 Gräbern der größte Ehrenfriedhof seiner Art in Belgien. Er ist die Ruhestätte für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs, die dort vor allem in den Schlachten um Ypern (Erste, Zweite und Dritte Flandernschlacht, Schlacht von Messines) fielen. Der Friedhof wurde anfänglich 1917 von der deutschen Truppe nach den Kämpfen um Menen angelegt. Nach Kriegsende waren hier erst 6340 Gefallene bestattet. 1954 vereinbarte man, die zahlreichen, bedingt durch den Kriegsverlauf, verstreuten kleinen deutschen Soldatenfriedhöfe zusammenzulegen. Entsprechend wurden zwischen 1956 und 1958 die deutschen Gefallenen auf den noch bestehenden 128 Friedhöfen auf nunmehr vier deutsche Soldatenfriedhöfe in Flandern zusammengeführt: Langemark, Vladslo, Hooglede und Menen. Die gefallenen Toten von 49 Gräberanlagen im Süden Flanderns wurden nach Menen verbracht und machten den Ehrenfriedhof mit 47.864 Gefallenen zum größten deutschen Soldatenfriedhof des Ersten Weltkrieges. Die Patenschaft für den Ehrenfriedhof Menen hat das Land Nordrhein-Westfalen übernommen.


Morhange

Département Moselle

4753 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof Morhange wurde von der deutschen Militärverwaltung im August 1914 während der Schlacht in Lothringen als Teil des damaligen deutschen Garnisonfriedhofes angelegt. Im Verlauf des Krieges stieg die Zahl der Toten auf etwa 250 an. Nach Kriegsende exhumierten die französischen Militärbehörden die französischen Kriegstoten und überführten diese auf einen eigenen Friedhof. Anschließend erfolgte eine weiträumige Zusammenlegung deutscher Kriegstoter aus den Bereichen von 89 Gemeinden oder Ortsteilen. Hier waren sie im Verlauf der Kämpfe in der Zeit vom 20. - 23. August und Anfang September oft an der Stelle ihres Todes provisorisch beigesetzt worden. Hinzu kamen Gefallene aus den Stellungskämpfen der Jahre 1915-18 und in den Lazaretten Verstorbene. Der größte Teil der hier Ruhenden gehörte Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in Bayern lagen. Aber auch Angehörige von Einheiten aus Thüringen, Brandenburg, Elsaß, Lothringen, Schlesien, Westpreußen, Kurhessen, Mecklenburg und Schleswig-Holstein sowie Hannover und Braunschweig sind hier begraben.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aufgrund einer 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Es wurden Bäume und Sträucher gepflanzt, ein neuer Eingang mit einem schmiedeeisernen Tor zwischen massiven Natursteinpfeilern angelegt und die Gemeinschaftsgräber mit einer Natursteinmauer eingefasst. Schließlich erfolgte die Begrünung der Gräberfläche. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges zunächst ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen. Jugendliche Helfer des Volksbundes hatten bereits gärtnerische Vorarbeiten geleistet. Im Jahre 1972 konnten die bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Metall mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden ausgetauscht werden. Auch hier wirkten jugendliche Helfer mit. Sie versetzten die 35 Kilogramm schweren Betonfundamente für die Metallkreuze. Den Transport hatte die Bundeswehr übernommen. Anschließend folgte eine grundlegende landschaftsbauliche Überarbeitung. Als zentrales Mal wurde ein Hochkreuz aus geschmiedetem Stahl errichtet. Die Namen der in den Gemeinschaftsgräbern ruhenden bekannten Toten sind auf Metalltafeln, auf der Umrandung festgehalten.
Von den 1965 Gefallenen in Einzelgräbern blieb ein Toter namenlos. In den zwei Gemeinschaftsgräbern mit 2788 Kriegstoten blieben 72 unbekannt.

Die fünf Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen als Kennzeichnung statt des Kreuzes eine Stele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:1. (oben) Hier ruht begraben ... .2. (unten) Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden.


Neuville-St.Vaast

Département Pas-de-Calais 44833 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof Neuville-St. Vaast (auch La Maison Blanche nach einem nahe gelegenen Bauernhof genannt) wurde von den französischen Militärbehörden in den Jahren 1919 bis 1923 als Sammel-friedhof für deutsche Kriegstote aus dem Raum nördlich und ostwärts Arras angelegt.Er ist der größte deutsche Soldatenfriedhof des Ersten Weltkrieges in Frankreich.Aus mehr als 110 Gemeinden im Département Calais erfolgte die Umbettung der bis dahin in Feldgräbern oder kleinen Kriegsgräberstätten provisorisch beigesetzten deutschen Toten. Groß war auch die Zahl der Gefallenen, deren sterblichen Überreste man bei der Aufräumung und Rekultivierung des ehemaligen Schlachtfeldes im Laufe der Jahre fand. Noch in der heutigen Zeit werden Tote bei Bauarbeiten geborgen - oftmals auch in größerer Zahl, wie beim Bau der Autobahn A 26 im Gebiet der Vimy-Höhe. Die Mehrzahl der aufgefundenen unbekannten Toten setzten die französischen Militärbehörden in einem großen Gemeinschaftsgrab auf dem zweiten großen deutschen Soldatenfriedhof im Gebiet von Arras St. Laurent-Blangy, bei.Von einem der aufgelösten Friedhöfe in Boiry-Ste. Rictrude wurde das im Kriege von in der deutschen Truppe dienenden Bildhauern und Steinmetzen geschaffene Denkmal für die Gefallenen des Hannoverschen Inf.Reg.No.164 nach Neuville-St. Vaast gebracht und dort wieder aufgestellt. Die heute auf dem Friedhof ruhenden Angehörigen von mehr als 100 verschiedenen Infanteriedivisionen und Artillerieregimentern sowie zahlreichen anderen Einheiten, wie Pionieren, Fliegern, Minenwerfern usw. verloren ihr Leben bei den schweren Kämpfen um Artois und um die Lorettohöhe von August 1914 bis Ende 1915, um die Vimy-Höhe Ostern 1917 und im Herbst 1918 sowie durch den zwischen den Großkampftagen andauernden Stellungskrieg. Die beteiligten Truppenteile kamen aus allen Ländern und Provinzen des damaligen Deutschen Reiches.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Jahre 1928 aufgrund einer 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Durch die Kriegseinwirkungen - das Friedhofsgelände lag während des ganzen Krieges zwischen oder unmittelbar hinter den Stellungen - und die Einbettung der vielen Toten, war der Boden nahezu unfruchtbar geworden. Er bestand fast nur aus Kreide. Daher wurden zunächst zahlreiche Bäume gesetzt, die breiten Wege begrünt und die Gräberflächen mit Lavendel bepflanzt. Bald wurde der Zustand der provisorischen Holzkreuze bedenklich. Ab 1935 übernahm die Wehrmacht die Patenschaft und die Soldaten spendeten damals mehrere Millionen Reichsmark. Der Zustand des Friedhofes konnte jedoch kaum geändert werden, da Devisenmangel und der 1939 ausbrechende Zweite Weltkriege weitere Arbeiten verhinderte.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Mit einer französischen Sondergenehmigung hatten bereits in den Jahren 1959 - 1961 die Teilnehmer des internationalen Jugendlager des Volksbundes, die durch Niederschläge zwischen die Kreide in den Unterboden geschwemmten Reste des Mutterbodens in Handarbeit wieder an die Oberfläche gebracht und durch Raseneinsaat befestigt. Die Gemeinde Neuville-St. Vaast stiftete zum Abschluss dieser Arbeiten ein Holzkreuz mit der Inschrift Paix aux Hommes de Bonne Volonté (Den Menschen, die guten Willens sind). Es wurde unter großer Beteiligung der Bevölkerung auf dem Mittelweg etwa dort, wo sich das heutige Hochkreuz befindet, aufgestellt (Eine Nachbildung befindet sich an der Außenmauer des neuen Eingangsgebäudes). Ab 1974 begannen landschaftsbauliche Arbeiten, wie die Erneuerung und Ergänzung von Bäumen und Sträuchern. Parallel dazu versetzten Soldaten der Bundeswehr und Teilnehmer an Volksbundjugendlagern in vierjährigem Einsatz annähernd 10 000 schwere Betonsockel, die für die neuen Kreuze gebraucht wurden. Den Transport der jeweils etwa 35 Kilogramm schweren Sockel zum Friedhof übernahm die Bundeswehr. Es folgte der Austausch der provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Metall mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Von den 36 793 Gefallenen in Einzelgräbern blieben 615 unbekannt. 8040 Gefallene ruhen im Gemeinschaftsgrab. Die 129 Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:1. (oben) Hier ruht begraben ... .2. (unten) Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden.Das Gemeinschaftsgrab erhielt eine neue Einfassung aus Naturstein. 32 schwere Schieferkreuze kennzeichnen diesen 140 m langen Grabhügel. Die 842 Namen der hier bestatteten bekannten Gefallenen sind auf Metalltafeln festgehalten. Pioniere der Bundeswehr und der US-Streitkräfte in Deutschland schufen mit Unterstützung durch die französische Armee als äußere Umgrenzung des Friedhofes Wall und Graben sowie einen neuen Wirtschaftsweg für die Landwirte. Der neu gestaltete Eingangsbereich mit der zum Friedhof hin offenen Halle gewährt dem Besucher Schutz. Ein Steinblock mit einer Reliefdarstellung des Frontverlaufs der Jahre 1914 - 1918 schmückt den Raum. Das Relief bezeichnet auch 17 Friedhöfe anderer Nationen in nächster Umgebung mit mehr als 200 000 Toten: Engländer, Franzosen, Kanadier, Tschechen, Polen und andere. Am Rande des Friedhofes entstand eine Nebenstelle des Pflegedienstes des Volksbundes, von der aus die deutschen Friedhöfe im Raum Arras betreut werden. Unter großer Beteiligung von Vertretern des französischen Staates und der Armee sowie der Bevölkerung erfolgte am 13. November 1983 die Einweihung des Friedhofes.


Parcy-et-Tigny

Département Aisne 4256 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof Parcy-Tigny, in der Nähe der D1 Soissons-Chateau-Thierry gelegen, wurde im Jahre 1921 von den französischen Militärbehörden als Sammelfriedhof für deutsche Kriegstote angelegt. Er ist in den Jahren 1923 - 1925 durch die Zubettungen von Toten aus mehr als 150 Gemeindebezirken, wo sie zum Teil in Feldgräbern oder kleinen Grabstätten provisorisch bestattet worden waren, wesentlich erweitert worden. Eine kleinere Anzahl der hier Ruhenden starb im Herbst 1914 bis zum Februar 1915 bei der Abwehr der Alliierten nach dem Rückzug von der Marne. Die zweite größere Gruppe verlor ihr Leben bei der Abwehr der französischen Großoffensive im April 1917, deren Misslingen zu einer schweren moralischen Krise und zu Auflösungserscheinungen in der französischen Armee führte. Fast die Hälfte sind jedoch Gefallene des Jahres 1918. Hohe Verluste forderte zunächst die deutsche Offensive im Mai 1918, in deren Verlauf die Deutschen erneut die Marne erreichten und stellenweise überschritten. Der alliierte Gegenschlag, an dem erstmals auch amerikanische Truppen beteiligt waren, forderte im Juli und August weitere Opfer, bis das Gebiet zwischen Ende September und Anfang Oktober 1918 von den Deutschen nach und nach geräumt wurde. Die Toten gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in fast allen preußischen Provinzen sowie in den Ländern Mecklenburg, Sachsen, Anhalt, Thüringen, Hessen, Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Hessen, Bayern und den Hansestädten Bremen, Hamburg und Lübeck lagen. Besonders viele der Gefallenen waren in Baden beheimatet.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ab 1932 aufgrund einer 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Es erfolgten umfangreiche Baum- und Heckenpflanzungen, die Begrünung der Gräberfläche, die Einfassung des Gemeinschaftsgrabes durch niedrige Mauern, sowie die Gestaltung des Eingangs mit geschmiedetem Tor und anschließenden Flügelmauern aus Naturstein. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Neben einer landschaftsgärtnerischen Überarbeitung in den Jahren 1975-1977 erfolgte ab 1975 der

Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Metall mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Die 35 Kilogramm schweren Kreuzfundamente versetzten freiwillige Helfer eines Jugendlagers des Volksbundes. Den Transport der Fundamente übernahm die Bundeswehr und leistete damit, ebenso wie die Jugendlichen, eine bedeutende Unterstützung der Arbeit des Volksbundes. Von den 4 256 Gefallenen ruhen 2 132 in Einzelgräbern; 70 blieben ohne Namen. In den beiden Gemeinschaftsgräbern mit 2 124 Opfern blieben 1 712 namenlos.

Die Gräber der vier Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:
1. (oben) Hier ruht begraben ... .2. (unten) Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden.


Rancourt

Département Somme 11 422 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg

Aus den Kämpfen im Herbst 1914 liegen nur wenige Tote auf dem Friedhof. Auch der nachfolgende Stellungskrieg bis Sommer 1916 verursachte nur geringe Verluste. Zwei Drittel der Toten sind jedoch Opfer der zweiten Sommeschlacht von Juni bis November 1916 und ein Drittel der dritten großen Schlacht in diesem Gebiet von Ende März bis zum Spätsommer 1918. Die in Rancourt Ruhenden gehörten Truppenteilen aus allen Gebieten des Deutschen Reiches an.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Jahre 1929 aufgrund einer Vereinbarung mit den zuständigen französischen Militärbehörden aus. Das Gräberfeld wurde mit einer Hecke eingefasst und mit Bäumen bepflanzt. Die beiden Gemeinschaftsgräber erhielten eine gemauerte Einfassung und eine Pflanzung mit Wildrosen. Ein neuer Eingang wurde mit Steinpfeilern und schmiedeeisernem Tor gestaltet. Zwischen den Gemeinschaftsgräbern entstand eine kleine Gedenkhalle aus rotem Vogesensandstein. Die Durchlässe erhielten kunstvoll geschmiedete Türen und Gitter. Im Inneren an der Rückwand befindet sich eine Skulptur von Professor Geiger, München - eine Grablegung darstellend. Das Material ist oberbayerischer Tuffstein.
Der Friedhof wurde unter zahlreicher Beteiligung, auch der französischen Behörden und der Bevölkerung, in einer schlichten Feier am 17. September 1933 eingeweiht. Das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber musste allerdings infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges zunächst noch ungelöst bleiben.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen. Ab 1972 erfolgte der Austausch der provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus belgischem Granit mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden. Von den 3930 in Einzel-und Gruppengräbern Bestatteten blieben 126 unbekannt. In zwei Gemeinschaftsgräbern sind 7492 Gefallene bestattet. 2316 von ihnen sind namentlich bekannt.

Die neun Gräber Gefallener jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Stele aus dem gleichen Material. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:
1. (oben) Hier ruht begraben ... .2. (unten) Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden.
Sowohl bei der Begrünung der Gräberfläche als auch beim Versetzen der Kreuze halfen Teilnehmer an Jugendlagern des Volksbundes und Soldaten der Bundeswehr.

Es erfolgte eine grundlegende landschaftsgärtnerische Überarbeitung, die sich auf die Begrünung der Gräberfläche, deren Einfassung durch einen neuen Zaun mit Hecke und das Pflanzen neuer Bäume und Büsche erstreckte. Die Natursteineinfassung der Gemeinschaftsgräber, auf denen Tafeln mit den Namen und Daten der bekannten Gefallenen befestigt worden sind, wurde erneuert.


Romagne-sous-les-Cotes

Département Meuse, 2227 deutsche Kriegstote, Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof Romagne-sous-les-Côtes wurde mit Beginn des deutschen Angriffs auf Verdun im Februar 1916 von der eigenen Truppe angelegt.

Zu dieser Zeit verliefen die Ausgangsstellungen nur 2-3 Kilometer südlich Romagne. Daher ruhen zahlreiche Gefallene bereits aus den ersten Angriffstagen auf dem Friedhof, die von der kämpfenden Truppe - neben den Verwundeten - aus der Frontlinie zurückgebracht wurden. Der größte Teil von ihnen ist im Chapitrewald, vor Souville und Fleury oder am Fort Douaumont gefallen. Andere starben bei Damloup und Fort Vaux. Bereits vor Beginn der Offensive hatten sich in Romagne mehrere Lazarette und Verbandplätze etabliert. Mancher der eingelieferten Schwerverwundeten erlag hier seinen Verletzungen und fand ebenfalls sein Grab auf dem Friedhof. Der französische Angriff im August und September 1917 forderte erneut schwere Opfer und führte dazu, dass Romagne-sous-les-Côtes unter dem Eindruck des Beschusses durch französische schwere Artillerie von allen Etappendiensten geräumt wurde. Damit endete im August 1917 auch die weitere Belegung des Friedhofes. Eine Kapelle aus Holz, errichtet 1916 durch deutsche Soldaten und russische Kriegsgefangene, musste noch vor dem Zweiten Weltkrieg wegen Baufälligkeit durch die französischen Behörden entfernt werden. Einige wenige Gefallene aus den ersten Gefechten vor Verdun im August 1914 waren 1916 aus ihren verstreut liegenden Gräbern geborgen und auf dem Friedhof beigesetzt worden, um ihre Ruhestätten zu sichern. Die hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in Bayern, Brandenburg, Ost- und Westpreußen, Mecklenburg, Pommern, Hannover, Hessen, Baden, und in Lothringen lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen

Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aufgrund einer 1926 mit den französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Diese erstreckten sich allerdings nur auf einige dringliche gärtnerische Maßnahmen. Das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber blieb jedoch infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung

Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Zuvor hatten freiwillige jugendliche Helfer des Volksbundes bereits mit umfangreichen gärtnerischen Vorarbeiten begonnen. Im Jahre 1972 erfolgte der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Metall mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Vorher hatten jugendliche Helfer die zugehörigen 35 kg schweren Betonfundamente, deren
Antransport die Bundeswehr übernahm, an den Gräbern versetzt. Alle 2 227 Gefallenen ruhen in Einzelgräbern; drei blieben namenlos.

Die sechs Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen als Kennzeichen statt eines Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein, deren hebräische Schriftzeichen besagen:

1. (oben) Hier ruht begraben ... .
2. (unten) Möge seine Seele eingebunden sein in den Kreis der Lebenden.

Ferner erfolgt eine generelle landschaftsbauliche Überarbeitung des gesamten Areals. Sie umfasste die Entfernung überständiger Gehölze und entsprechende Neupflanzung von Bäumen und Sträuchern, die Begrünung der Gräberfläche, das Setzen von Zaun und Hecke als äußere Einfriedigung sowie die Neugestaltung des Eingangs im Anschluss des französischen Gemeinschaftsfriedhofes mit Flügelmauern aus Naturstein und geschmiedetem Tor.


Séchault

Département Ardennes 6454 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof Sechault wurde im Juli 1922 von den französischen Militärbehörden als Sammelfriedhof für die deutschen Toten, deren provisorische Gräber aus der Zeit der Kämpfe im Bereich von 23 umliegenden Gemeinden verstreut lagen, angelegt. Manche der hier Beigesetzten starben in französischer Kriegsgefangenschaft, andere wurden erst bei Aufräumarbeiten auf dem ehemaligen Schlachtfeld gefunden. Nur wenige waren bei Scharmützeln während des deutschen Vormarsches im August 1914 ums Leben gekommen. Sehr viel höhere Verluste gab es während der Abwehrkämpfe im Winter und Frühjahr 1914/15, während der Schlachten in der Champagne im Herbst 1915 und im Frühjahr 1917 sowie bei der deutschen Offensive Mitte Juli 1918 und der Rückzugs- und Abwehrkämpfe im Oktober des gleichen Jahres. Aber auch die Kämpfe in den westlichen Argonnen forderten zahlreiche Opfer.
Die heute hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatstandorte in nahezu allen Ländern und Provinzen des damaligen Deutschen Reiches lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. aufgrund einer 1926 mit den französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. U.a. erfolgten Pflanzungen von Bäumen und einer einfriedenden Hecke, die Einfassung der beiden Gemeinschaftsgräber mit Mauerwerk aus Naturstein sowie die Errichtung eines Gedenksteines. Das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber blieb allerdings infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Außer einer grundlegenden landschaftsgärtnerischen Überarbeitung, bei der jugendliche Helfer der Jugendlager des Volksbundes tatkräftig mitwirkten, erfolgte 1973 der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Metall mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Auch hieran wirkten jugendliche Helfer dadurch mit, dass sie die von der Bundeswehr antransportierten 35 Kilogramm schweren Kreuzfundamente an den Gräbern versetzten. Jugendliche und Soldaten unterstützten auf diese Weise den Volksbund bei der Erfüllung seiner Aufgaben besonders eindrucksvoll.
Von den 6 454 Gefallenen ruhen 2 162 in Einzelgräbern; 24 blieben ohne Namen.In den zwei Gemeinschaftsgräbern mit 4 292 Opfern sind nur 619 namentlich bekannt.

Die 13 Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt eines Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein, deren hebräische Schriftzeichen besagen:
1. (oben) Hier ruht begraben ... .2. (unten) Möge seine Seele eingebunden sein in den Kreis der Lebenden.


Souain

Département Marne 13786 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg

Auf dem anschliessenden französischen Soldatenfriedhof ruhen 30743 Gefallene.

Der deutsch-französische Soldatenfriedhof Souain wurde nach Kriegsende - gemeinsam mit dem französischen Gräberfeld - von den französischen Militärbehörden als Sammelfriedhof für die verstreut in provisorischen Grabstätten während der Kämpfe beigesetzten oder später beim Aufräumen des Schlachtfeldes gefundenen Gefallenen angelegt. Im Zentrum der Champagne-Schlachten der Jahre 1915, 1917 und 1918, erfolgten auf dem Friedhof noch 1928 und darüber hinaus ständig Zubettungen.Die hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in nahezu allen Ländern und Provinzen des damaligen Deutschen Reiches lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. 1928 aufgrund einer 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Dazu gehörten Pflanzungen von Bäumen, das Setzen einer Hecke als Einfriedigung und die Begrünung der Gräberflächen. Ein neuer Eingang mit geschmiedetem Tor wurde geschaffen und das Gemeinschaftsgrab mit Mauerwerk aus Naturstein eingefasst.Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen.Außer einer grundlegenden landschaftsgärtnerischen Überarbeitung, an der auch freiwillige Helfer der Jugendlager des Volksbundes tatkräftig mitwirkten, erfolgte im Jahre 1972 der Austausch der provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Naturstein mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden.Von den 13 786 Gefallenen ruhen 2 464 in Einzelgräbern; 113 blieben ohne Namen.

In dem Gemeinschaftsgrab mit 11 722 Opfern sind 1 515 namentlich bekannt.

Die elf Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen als Kennzeichnung statt des Kreuzes eine Stele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:1. (oben) Hier ruht begraben ... .2. (unten) Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden.


Soupir

Département Aisne 11 089 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg

Auf dem anschließenden französischen Soldatenfriedhof ruhen 7236 Gefallene. Unweit davon befindet sich eine italienische Kriegsgräberstätte mit 592 Toten.

Der deutsche Soldatenfriedhof Soupir wurde ursprünglich als Feldfriedhof eines französischen Lazaretts angelegt. 1920 und 1924 erfolgten viele Zu-bettungen deutscher Gefallener aus 143 Gemeindebereichen aus dem Umkreis von mehr als 30 Kilometern. In großem Umfang wurden dabei ehemalige Friedhöfe und provisorische Grabstätten aufgelöst.Die in Soupir Ruhenden erlitten den Tod in einer der großen Schlachten und in den zahlreichen Gefechten, die vom September 1914 bis zum Oktober 1918 zwischen Soissons und Reims, an der Aisne, der Vesle und der Marne, sowie um den Chemin-des-Dames stattfanden. Besonders hervorzuheben sind der deutsche Vormarsch zur Marne und der Rückzug auf die Aisne im Herbst 1914, der französische Großangriff Anfang April 1917, dessen Msserfolg zu einer folgenschweren moralischen Krise in der französischen Armee und zur Meuterei einzelner Regimenter führte, sowie der französische Angriff Ende Oktober 1917, die deutsche Offensive Ende Mai 1918 und schließlich die Rückzugskämpfe von August bis Oktober 1918.

Die in Soupir Ruhenden gehörten im wesentlichen Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in Westfalen, Brandenburg, Thüringen, Kurhessen, Pommern, Schleswig-Holstein, Westpreußen, Württemberg sowie den Hansestädten Bremen, Hamburg und Lübeck lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aufgrund einer 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Es erfolgten unter anderem erste Baumpflanzungen, das Setzen einer Hecke und die Begrünung des Gräberfeldes. Allerdings musste das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges zunächst noch ungelöst bleiben.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Außer einer grundlegenden landschaftsgärtnerischen Überarbeitung - die in Übereinstimmung mit dem französischen Ministère des Anciens Combattants vorgenommen wurde, um ein gemeinsames Gräberfeld unter Beseitigung der trennenden Hecke zu schaffen - erfolgte ab 1972 der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Naturstein mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden.
Von den 11 089 Gefallenen ruhen 5 134 in Einzelgräbern; 19 blieben ohne Namen. In dem Gemeinschaftsgrab mit 5 955 Opfern sind nur 794 namentlich bekannt.

Die Gräber der 20 Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:
1. (oben) Hier ruht begraben ... .2. (unten) Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden.


St.-Laurent-Blangy

Département Pas-de-Calais

31 339 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof. St.-Laurent-Blangy wurde in den Jahren 1921 und 1922 von den französischen Militärbehörden als Sammelfriedhof für deutsche Gefallene aus dem südlichen Teil des ehemaligen Frontabschnittes bei Arras angelegt. Hier erfolgte auch die Bestattung der überwiegenden Zahl unbekannter Toter aus dem Bereich nördlich und ostwärts Arras.
Noch 1956 lösten die französischen Militärbehörden den deutschen Friedhof in Comines - unmittelbar an der französisch-belgischen Grenze gelegen - aus städtebaulichen Gründen auf und überführten die 4 283 Toten nach St. Laurent-Blangy.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aufgrund einer 1926 mit den französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Das große Gemeinschaftsgrab erhielt eine Umfassungsmauer aus Naturstein. Eine von der Provinz Niederschlesien gestiftete Gedenkplatte wurde an der Frontseite des Grabes angebracht und ein hölzernes Hochkreuz als zentrales Mal errichtet. Schließlich folgte die Pflanzung einer größeren Zahl Bäume und einer den Friedhof umschließen- den Hecke sowie die Gestaltung des Eingangs mit einem geschmiedeten Tor zwischen Flügelmauern. Das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber blieb allerdings infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Freiwillige jugendliche Helfer des Volksbundes hatten bereits mit gärtnerischen Vorarbeiten begonnen. Ab 1972 konnten die bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Metall mit eingegossenen Namen und Daten ausgetauscht werden. Auch hier halfen jugendliche Helfer beim Versetzen der 35 Kilogramm schweren Kreuzfundamente aus Beton, deren Antransport die Bundeswehr übernahm.
7 069 Gefallene ruhen in Einzelgräbern. In dem großen Gemeinschaftsgrab mit 24 870 Toten blieben 11 587 unbekannt.

Die Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen als Kennzeichnung statt eines Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein, deren hebräische Schriftzeichen besagen:
1.(oben): Hier ruht begraben ... .2.(unten): Möge seine Seele eingebunden sein in den Kreis der Lebenden.
Ergänzungspflanzungen von Bäumen und Sträuchern, Restaurierung und teilweiser Erneuerung des Natursteinmauerwerks sowie die Neugestaltung des Eingangsbereiches schlossen sich an.Das morsche hölzerne Hochkreuz wurde durch ein Stahlkreuz ersetzt. Die namentlich bekannten Toten des Gemeinschaftsgrabes sind auf Metalltafeln verewigt. Die Begrünung der Gräberfläche bildete den Abschluss der Aufbauarbeiten.

Pflege:
Der Friedhof wird ständig vom Pflegedienst des Volksbundes betreut.


St.-Mihiel

Département Meuse (Tranchée-de-Varneville)

6046 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg

2 Gefallene der k.u.k. Österr.-Ung. Armee

Österr.-Ung. Armee waren ungarischer Nationalität und gehörten der k.u.k. 35. Inf. Div. an. Nach Kriegsende vergrößerten die französischen Militärbehörden den Friedhof durch umfangreiche Zubettungen aus dem Bereich von 48 Gemeinden und Ortsteilen, in denen man die während des Krieges von der Truppe angelegten provisorischen Gräberanlagen auflöste.
Die heute hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen insbesondere in Bayern, aber auch in Westpreußen, Posen, Schlesien, Hessen, Braunschweig, Sachsen, Baden und Im Rheinland lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. aufgrund einer 1926 mit den französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Diese erstreckten sich auf die ergänzende Pflanzung von Bäumen und Sträuchern, die Gestaltung des Eingangs mit monolithischen Pfeilern und geschmiedetem Tor sowie die Begrünung der Gräberfläche. Das Gemeinschaftsgrab erhielt eine Einfassung aus Naturstein und wurde flankiert von zwei Truppendenkmälern, die aus aufgelassenen deutschen Friedhöfen mit den Toten nach hier übergeführt worden waren. Das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber blieb allerdings infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges zunächst ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Dieses Vorhaben stieß allerdings anfänglich auf Schwierigkeiten, da das umliegende Gelände zunächst Militärgelände und später Privatbesitz war. Dennoch konnten jugendliche Helfer des Volksbundes bereits in den sechziger Jahren mit gärtnerischen Vorarbeiten beginnen. 1972 erfolgte der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Metall mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Die zugehörigen 35 Kilogramm schweren Betonfundamente, deren Antransport die Bundeswehr übernommen hatte, versetzten wieder jugendliche Helfer des Volksbundes an den Gräbern.Von den 6046 deutschen Gefallenen ruhen 2969 Opfer in Einzelgräbern. Sieben von ihnen blieben unbekannt. Von den 3077 Gefallenen im Gemeinschaftsgrab blieben 636 unbekannt.

Die Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen als Kennzeichnung statt eines Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein, deren hebräische Schriftzeichen besagen:

1. (oben) Hier ruht begraben ... .2. (unten) Möge seine Seele eingebunden sein in den Kreis der Lebenden.

Eine grundlegende landschaftsbauliche Überarbeitung des Geländes einschließlich Ergänzung des Bestandes an Bäumen und Sträuchern, Restaurierung der Natursteinmauern und Denkmale sowie der Begrünung der Gräberflächen schloss sich an. Die festgestellten Namen der Toten im Gemeinschaftsgrab wurden auf der Einfassung in Form von Natursteinplatten angebracht.

Pflege:
Der Friedhof wird ständig durch den Pflegedienst des Volksbundes betreut.


Vermandovillers

Département Somme 22632 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof Vermandovillers wurde ab 1920 von den französischen Militärbehörden als Sammelfriedhof für die deutschen Gefallenen aus den Kampfgebieten südlich der Somme angelegt. Neben wenigen Gefallenen aus den Kämpfen im Sommer und Herbst 1914 fanden hier vor allem Tote aus der Sommeschlacht 1916 und aus der Schlacht vor Amiens im März 1918 bis zum alliierten Gegenangriff im August 1918 ihre letzte Ruhestätte. Viele sterbliche Überreste wurden in den ersten Jahren nach dem Krieg beim Aufräumen der Schlachtfelder geborgen. Auch heute noch werden bei größeren Erdbewegungen Gefallene aus der Zeit des Ersten Weltkrieges gefunden und auf den Gräberstätten in diesem Gebiet endgültig beigesetzt. Die hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in allen Ländern und Provinzen des damaligen Deutschen Reiches lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ab 1927/28 auf Grund einer Vereinbarung mit den zuständigen französischen Militärbehörden aus. Bäume und Sträucher wurden gepflanzt, die Friedhofsfläche begrünt, die Gemeinschaftsgräber mit Natursteinmauern eingefasst und mit Wildrosen bepflanzt. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen.
Ab 1964 haben Teilnehmer an Jugendlagern des Volksbundes aus Nordrhein-Westfalen Planierung, Bodenverbesserung und Begrünung der Gräberflächen einschließlich der Wege vorgenommen. Ab 1979 erfolgte der Austausch der provisorischen Holzgrabzeichen gegen solche aus Metall mit erhaben gegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Die Bundeswehr übernahm den Antransport der für das Aufstellen der Metallkreuze erforderlichen Betonfundamente, die zumeist von Teilnehmern an Jugendlagern des Volksbundes an den Gräbern versetzt wurden.
Von den 9455 in Einzelgräbern Ruhenden blieben 379 unbekannt. In 15 Gemeinschaftsgräbern sind 13200 Gefallene bestattet.

Die 32 Gräber Gefallener jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Stele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:1. (oben) Hier ruht begraben ... .2. (unten) Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden.

Es erfolgte eine grundlegende landschaftsgärtnerische Überarbeitung mit Begrünung der Gräberflächen, dem Setzen neuer Bäume und Büsche sowie der Pflege des vorhandenen Bestandes. Auf den Gemeinschafts-gräbern wurden schwere Natursteinkreuze versetzt und auf den Umfassungsmauern Metalltafeln mit den Namen der bekannten Toten angebracht. Ein geschmiedetes Hochkreuz aus Stahl bildet den Mittelpunkt der Anlage.

Besonderheiten:Auf dem Friedhof ruhen in den Gemeinschaftsgräbern zwei junge expressionistische Schriftsteller und Dichter. Reinhard Johannes Sorge, geb. 1892 in Berlin, gef. 20. Juli 1916 in Ablaincourt im Alter von 24 Jahren. Alfred Lichtenstein, geb. 1889, gef. 25. September 1914 in Vermandovillers im Alter von 25 Jahren.


Vladslo

Um die vielen Kriegsgräber auch im Nordteil der Provinz Westflandern dauerhaft erhalten zu können, wurden ab 1956 kleinere und abgelegene Friedhöfe aufgelöst und die Toten nach Vladslo umgebettet.

Von der Straße Diksmuide-Beerst-Torhout biegt man ca. fünf Kilometer ostwärts Beerst (Wegweiser) nach links ab und erreicht nach wenigen hundert Metern den deutschen Soldatenfriedhof mit 25.645 Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Die Namen der Gefallen sind auf liegenden Platten aus Granit festgehalten. Der Friedhof wurde während des Krieges von der Truppe angelegt.

Vom Eingangsgebäude, das im Inneren einen Raum mit den Namenbüchern enthält, blickt man über die ganze Länge des Friedhofes auf die eindrucksvolle Figurengruppe Trauerndes Elternpaar von Käthe Kollwitz. Die Künstlerin schuf diese Figuren, die die Gesichtszüge ihres Mannes und ihre eigenen tragen, zum Gedenken an ihren Sohn Peter. Dieser fiel im Oktober 1914 in Flandern und hat hier seine letzte Ruhestätte erhalten.

Pate dieses Friedhofes ist der Volksbund/Landesverband Nordrhein-Westfalen.




Bordj-Cedria

Als ein unübersehbares Mahnzeichen wirkt die am 28. September 1977 eingeweihte Kriegsgräberstätte Bordj Cedria in die tunesische Landschaft hinein. Hier ruhen 8.562 bei den Kämpfen von November 1942 bis Mai 1943 in Tunesien gefallene oder in Gefangenschaft verstorbene deutsche Soldaten.

Das deutsch-tunesische Kriegsgräberabkommen vom 28. März 1966 bildete die Rechtsgrundlage, um den auf tunesischem Territorium verstreut liegenden Gefallenen ein dauerndes Ruherecht zu sichern.

In Bordj Cedria, etwa 25 Kilometer östlich von Tunis, befindet sich die deutsche Kriegsgräberstätte, im Bereich der Küstenzone, am Nordwesthang des Gebirgsausläufers Keddel.

Auf der Hauptstraße Nr. 1 von Tunis nach Sousse zweigt drei Kilometer nach Hamman-Lif der rund 800 Meter lange Zufahrtsweg nach Süden zur Kriegsgräberstätte ab. Vorwegweiser kennzeichnen die Zufahrt.

Am Endes des Parkplatzes ist das Eingangsgebäude mit der Verwalterwohnung als Abschluss quer zum Hang gelagert. Ein Deutsch sprechender Tunesier betreut im Auftrage des Volksbundes mit vier Pflegearbeitern die Gräberstätte. Eine überdachte Treppe führt zu dem offenen, gegen Sonne und Regen geschützten Besucherraum. Zwischen Treppenaufgang und diesem Raum ist ein schmiedeeisernes Gitter gezogen. Die entgegengesetzte Seite des Besucherraumes ist mit farbig glasierten Kacheln gestaltet und zeigt in Umrissen das Land Tunesien mit den ursprünglichen Grablageorten. Gebrannt wurden diese Kacheln in Nabeul, einer alten tunesischen Töpferstadt. Der eingebrannte Text lautet:

"Diese Kriegsgräberstätte wurde in den Jahren 1973 bis 1975 errichtet. Hier fanden die ursprünglich in Bizerta, El M?Dou, La Mornaghia, Mateur, Nassen und S?Fax bestatteten deutschen Soldaten ihre endgültige Ruhestätte".

Ein gepflasterter Weg führt hinauf zur Gräberstätte, die auf einer vorgeschobenen Hangschulter liegt. Über einige Stufen wird der zentrale, baumbestandene Innenhof erreicht. Entsprechend der Hanglage sind sechs gestaffelt versetzte Einzelhöfe mit den in Ossarien (Gebeinhäuser) geborgenen Toten gruppiert.

Der inmitten des zentralen Gedenkhofes stehende Gedenkstein trägt in arabischer, deutscher und französischer Sprache die Inschrift: "In dieser Gräberstätte ruhen 8.562 deutsche Soldaten von 1939 bis 1945". Vier immergrüne Bäume spenden Schatten.

Jede der Tafeln trägt sieben bis zehn Namen. Bei der Umbettung konnten einem großen Teil der etwa 2.000 unbekannten Toten durch Identifizierung die Namen wiedergegeben werden. Ruhebänke laden in den einzelnen Höfen mit ihren grünen Pflanzeninseln zum Verweilen und zur Besinnung ein. Öffnungen in den Wänden geben den Blick frei, der weit nach Norden bis zur blauschimmernden Bucht von Tunis, nach Süden auf felsige Gebirgszüge und zu Füßen der Gräberstätte auf die Talebene mit ihren Olivenhainen und Weinfeldern reicht.

Seit dem Jahr 2007 gibt es auch eine behindertengerechte Zufahrtsmöglichkeit.


Cassino

WIKI-LINK: http://www.montecassino-stiftung.de

Etwa 3 Kilometer nördlich der Stadt Cassino liegt der deutsche Soldatenfriedhof Cassino. Er birgt alle deutschen Soldaten, die im südlichen Teil des italienischen Festlandes gefallen sind, und zwar etwa südlich der Linie Pescara-Terracina. Es sind somit zum größten Teil die Toten aus den Kämpfen um den Landekopf im Golf von Salerno, den Rückzugskämpfen an der adriatischen Küste (insbesondere im Raum von Ortona), im Vorfeld von Cassino sowie aus dem harten Ringen im Kampfraum um Cassino selbst.

Vom Thyrrhenischen Meer, vom Lauf des Garigliano über Cassino hinweg nach Nordosten bis in die unwegsamen Abruzzen hinein, zog sich die sogenannte "Gustav-Linie", um deren Durchbrechung die Alliierten 5 Monate hindurch rangen. Hier war einer der Schwerpunkte der Kämpfe in Italien.

Die Stadt Cassino, heute wieder aufgebaut, war damals völlig zerstört, das weltberühmte Kloster Montecassino ist durch einen Bombenangriff der Alliierten in einen Trümmerhaufen verwandelt worden. Wer vor dem aufragenden Berg mit dem wiederaufgebauten Kloster steht und den Blick ringsum über die Ebene und die umliegenden Berge schweifen lässt, sollte wissen, dass hier, wie sonst nur selten im Zweiten Weltkrieg, sich viele Völker erbittert geschlagen haben: Deutsche, Amerikaner, Engländer, Franzosen, Kanadier, Polen, Italiener, Neuseeländer, Inder, Maoris.

Im deutsch italienischen Kriegsgräberabkommen, das im Dezember 1955 zwischen der Bundesregierung und der italienischen Regierung geschlossen wurde, war vereinbart worden, in der Nähe von Cassino einen endgültigen deutschen Soldatenfriedhof anzulegen, der alle im süditalienischem Raum gefallenen deutschen Soldaten aufnehmen sollte. (Mit Ausnahme von Sizilien, das bei Catani eine eigene Ehrenstätte für die auf der Insel Gefallenen erhalten hat). Hier haben die deutschen Kriegstoten das ewige Ruherecht. Ihre Zahl beläuft sich auf 20.076. Sie wurden in den Jahren 1959 und 1960 durch die Umbetter des Volksbundes aus zahllosen kleineren Friedhofsanlagen und aus verstreuten Feldgräbern geborgen. Hierbei sammmelten die Umbetter oft in mühseliger Kleinarbeit alles, was zu einer Identifizierung der bisher unbekannten Toten beitragen konnte.

Wer den Ort Cassino verlässt, um den deutschen Soldatenfriedhof zu besuchen, erblickt schon von weitem die flache Kuppel eines etwa 50 Meter hohen Hügels, des Colle Marino, auf dessen südlichem Ausläufer sich die weitgedehnte Terrassenanlage hinstreckt.

Der deutsche Soldatenfriedhof Cassino wurde in den Jahren 1959 bis 1964 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. mit Hilfe der Bundesregierung Deutschland und mit Förderung durch die Regierung der italienischen Republik errichtet.

Über einen breiten, hangaufwärts führenden Weg gelangt der Besucher zum in Würfelform gestalteten Eingangsbau. Durch ein nach dem Himmel zu offenes Rechteck fällt das Tageslicht auf eine Plastik, die "Trauer und Trost" darstellt.

Von dieser Halle aus betritt der Besucher die große Gräberanlage, die durch mehrere elipsenförmig umlaufende Terrassen gebildet wird. Starke Stützmauer aus Travertin-Schichtmauerwerk trennen die einzelnen Terrassenfelder, zwei breite, radial zur Kuppe führende Wege und schmale Treppen stellen die Verbindung zwischen ihnen her. Die Grabflächen sind mit Johanniskraut (Hypericum) bepflanzt; steinerne Kreuze aus Travertin nennen auf beiden Seiten die Namen, Dienstgrade und Lebensdaten von je drei Toten. Zypressen stehen wie feierliche Wächter hier und dort an den Seiten der Gräber.

Auf der Bergkuppe erhebt sich ein 11 Meter hohes Kreuz aus Schmiedebronze. Dahinter liegen die Kameradengräber. Große Steinplatten verzeichnen die Namen derer, die mit Gewissheit unter den hier bestatteten Unbekannten ruhen. Hinter den Kameradengräbern steht auf steinernem Sockel in einem vergitterten Gehäuse eine geweihte Lampe, die S. Heiligkeit, Papst Paul VI, dem deutschen Soldatenfriedhof gestiftet hat (gleiche Weihelampen befinden sich auch auf den Soldatenfriedhöfen der anderen Nationen im Raum um Cassino).

Von hier aus hat der Besucher einen freien, ungehinderten Blick hinunter in das im 2. Weltkrieg heftig umkämpfte Tal und zu den Bergen ringsum.

Die Besucher werden sich der stummen Mahnung dieser Stätte nicht entziehen können.

DER MAHNUNG ZUM FRIEDEN!


Champigny-St.Andre

Die Kriegsgräberstätte entstand während der Kämpfe im August 1944 beim Vormarsch alliierter Truppen auf Paris und die Seine. Der amerikanische Gräber dienst bestattete an dieser Stelle auf zwei großen Gräberfeldern eigene sowie deutsche Gefallene. In den ersten Nachkriegsjahren wurden die amerikanischen Toten auf den amerikanischen Soldatenfriedhof St. Laurent-sur-Mer überführt. Das verbliebene deutsche Gräberfeld wurde später von den französischen Behör den durch Zubettung weiterer deutscher Gefallener aus verstreuten Feld-gräbern und aus kleinen Gräberanlagen erweitert. Hierzu gehören auch alle Wehrmachtstoten, die während der deutschen Besatzungszeit auf dem Pariser Zivilfriedhof Ivry bestattet worden waren. Nach Abschluss des Kriegsgräberabkommens mit Frankreich erfolgten im Frühjahr 1959 durch den Umbettungsdienst des Volksbundes weitere Zubettungen deutscher Gefallener aus den Departements Eure, Orne, Seine-Maritime, Eure-et-Loire und Seine-et-Oise. Im Westen und zum Teil im Norden ist die Anlage von einer Mauer umgeben, während sie an den übrigen Seiten durch einen mit Busch werk bepflanzten Wall und einen Graben abgegrenzt ist. Wall und Graben wurden im Jahre 1958 von einem internationalen Jugendlager angelegt. In dem linken Eingangsgebäude befindet sich links des Durchgangs der Aufenthaltsraum. Hier sind auch die Namensbücher der hier bestatteten Toten ausgelegt; ein Übersichtsplan gibt Hinweise über die Lage der einzelnen Gräber. Hinter dem Eingangsgebäude liegt der Gedenkhof mit großen Stelen aus Travertin, welche die Namen verschiedener Orte nennen, aus deren Bereich die Gefallenen zu dieser Stätte überführt worden sind. Grabkreuze aus einem hellen Muschelkalkstein tragen auf beiden Seiten die Namen, Dienstgrade und Lebensdaten von jeweils zwei nebeneinander ruhenden Toten. In insgesamt 17 Blöcken von unterschiedlicher Größe ruhen 19 831 deutsche Ge fal lene des Zweiten Weltkrieges. Der gepflasterte Hauptweg führt vom 16 Meter hohen Stahlkreuz, das von jeder Seite des Friedhofs sichtbar ist, zwischen den Gräbern hindurch zum Kameradengrab. Hier sind 816 Tote beigesetzt, von denen 303 identifiziert werden konnten. Die Namen dieser 303 namentlich bekannten Toten sind auf Steintafeln verzeichnet.

Die Kriegsgräberstätte Champigny-St. André wurde am 12. September 1964 eingeweiht.


El Alamein

WIKI-LINK: http://de.wikipedia.org/wiki/Zweite_Schlacht_von_El_Alamein

1943 bis 1947 erfolgte durch Umbettungskommandos der britischen Armee die Zusammenbettung der Gefallenen der Commonwealth-Truppen aus verstreut liegenden Wüstengräbern auf einen neu angelegten Kriegsfriedhof. Auf diesen unweit der Bahnstation El Alamein liegend, überführten sie auch die aufgefundenen italienischen und deutschen Toten auf einen Platz am Südosthang der Höhe 33, am Straßenkilometerstein 119, westlich von Alexandria. So entstand eine provisorische Gräberanlage mit 3.000 deutschen und 1.800 italienischen Gefallenen, die den Namen Tell-el-Eyssa erhielt und die im Jahre 1947 in die Betreuung des amtlichen italienischen Gräberdienstes überging. Ende 1953 gestattete die ägyptische Regierung den Einsatz einer vorher in Libyen tätig gewesenen Arbeitsgruppe des Volksbundes auf ihrem Hoheitsgebiet und damit die Bergung von weiteren 1.200 Toten aus verwahrlosten Friedhöfen und Feldgräbern. Sie wurden in ein provisorisches Mausoleum neben dem Friedhof Tell-el-Eyssa geführt.

Ein für eine Kriegsgräberstätte geeignetes Gelände wurde an der Straße Alexandria – Sollum, einen Kilometer nördlich von dem Kilometerstein 115, auf der Höhe 26, drei Kilometer südostwärts der provisorischen Gräberanlage, ausgewählt und von der ägyptischen Regierung kostenlos zur Verfügung gestellt. Dem Entgegenkommen der ägyptischen Regierung war es auch zu verdanken, dass unmittelbar nach der Fertigstellung der Kriegsgräberstätte Tobruk in Libyen im November 1955 die gesamte Baueinrichtung nach Tell-el-Eyssa in Ägypten verlegt werden konnte. Dadurch wurden erhebliche Kosten gespart. Außerdem durfte der Volksbund das für die Errichtung des Baues notwendige Steinmaterial in einem Bruch bei Marsah Matrut gewinnen lassen. Es handelt sich um einen Kalksandstein hellbeiger Farbe. Der Grundriss der Ehrenstätte zeigt die Form eines Achteckes. Jede Ecke ist zu einem Turm ausgebildet. Der äußere Durchmesser einschließlich der Türme beträgt 42 Meter, die Höhe des gesamten Bauwerkes zwölf Meter; die Türme sind etwas niedriger als die Umfassungsmauern.

Das Innere des Baukörpers bildet einen Ehrenhof, um den – ebenso wie in Tobruk – ein Bogengang führt. Zwischen Bogengang und Außenmauer lässt das nach innen vorspringende Mauerwerk der Türme acht Nischen entstehen, von denen eine als Eingangsraum gestaltet ist. Unter den sieben anderen Nischen befinden sich Gruftkammern, in denen die Gefallenen zur letzten Ruhe gebettet sind. Oben in den Nischen stehen jeweils Gedenksteine in Sarkophagform. Auf den Rückwänden der Nischen sind die Namen der darunter bestatteten Gefallenen auf Bronzetafeln verzeichnet. Im Eingangsraum ist die nachstehende Inschrift angebracht, die den unter diesem Raum bestatteten Toten unbekannter Nationalität gewidmet ist und dabei doch fast als eine Aussage der ganzen Ehrenstätte gedeutet werden könnte:

Hier ruhen 31 tote Soldaten unbekannter Nationalität

Alles nahm hier der Tod: Name, Alter und Volk.

Nahm jedes irdisches Maß, machte es wesenlos.

Eines nur blieb als heller Ton in der dunklen Legende

Dieses maßlosen Krieges in der entgötterten Welt;

Wo ihr hier standet im Kampf-

Ob Feind, ob Freund, oder Bruder,

Ob bei den Söhnen Deutschlands, Italiens, Englands,

Ritterlich war eure Art, menschlich hier das Gesetz.

Gott allein kennt euch alle. Er weiß eure Namen,

Er fügt sie ein in seiner strengen wahrhaftigen Ordnung.

Er hält in Händen die Bitte der Lebenden und Toten,

Die Bitte um Frieden.

Die am 28. Oktober 1959 eingeweihte Kriegsgräberstätte El Alamein wurde als eine der ersten deutschen Anlagen der Öffentlichkeit übergeben.

Hier ruhen jetzt 4.213 deutsche Gefallene des Zweiten Weltkrieges sowie 30 Tote des Ersten Weltkrieges. Alle drei Jahre findet hier die internationale Gedenkstunde zur Erinnerung an das Ende der Schlacht um El Alamein statt. In den Jahren dazwischen ist die Feier auf dem italienischen oder britischen Soldatenfriedhof.


Futa-Pass

Nach Beendigung der Kämpfe um Cassino und der Einnahme Roms durch die Alliierten näherten sich deren Armeen auf der ganzen italienischen Front dem Nordteil des Apennin. Dort befand sich die Linie, die im deutschen militärischen Sprachgebrauch die "Grüne Linie" hieß und von den Alliierten als "Gotenstellung" bezeichnet wurde. Sie war im Rahmen der verfügbaren Mittel und der verfügbaren Zeit zu einer Verteidigungsstellung ausgebaut worden, deren Ausbau in den Küstenabschnitten südlich Carrara am Ligurischen Meer und an der Adria hinter dem Fluß Foglio am weitesten fortgeschritten war. An den Passübergängen waren Stützpunkte errichtet worden. Als markantester Kampfraum dieser Stellung ist das Gebiet um den "Futa-Pass" zu nennen. Am 09. April 1945 begannen die Alliierten mit dem Angriff auf Bologna. Am 21. April 1945 – nach schweren Abwehrkämpfen – brach die Apennin-Verteidigung zusammen. Am 02. Mai 1945 wurden in Italien die Kampfhandlungen eingestellt.

Der weitaus größte Teil der in diesen Kämpfen Gefallenen ist auf dem Soldatenfriedhof Futa-Paß bestattet. Mit 30.683 Gefallenen ist der Friedhof Futa-Paß der größte deutsche Soldatenfriedhof in Italien. Aus Feldgräbern und Gemeindefriedhöfen der umliegenden zehn Provinzen Bologna, Florenz, Forli, Lucca, Modena, Pesaro, Pisa, Pistoia, Ravenna und Reggio Emilia hat sie der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge geborgen. Das war notwendig, um die Gräber der Gefallenen zu erhalten und um noch unbekannte Tote zu identifizieren. Vielen Hinterbliebenen konnte der Volksbund nach langen Jahren der Ungewissheit das Schicksal ihres Angehörigen mitteilen. Der Soldatenfriedhof liegt auf einer Bergkuppe, 40 km von Florenz entfernt, unmittelbar am Futa-Paß (952 Meter über dem Meeresspiegel). Unten auf der Autostrada fließt der Strom der Touristen nach Süden. Mancher wird sich fragen, was das eigenartige Gebäude hoch oben auf der Bergspitze zu bedeuten habe. Schon von weitem ist das Bauwerk zu sehen und zieht den Besucher in seinen Bann.

Wenn man mit dem Pkw auf der Autostraße von Norden kommt, empfiehlt es sich, bei der Ausfahrt Piano del Voglio (Nr. 16) die Autobahn zu verlassen. Von hier aus sind es nur noch 12 Kilometer bis zum Friedhof. Für Omnibusse jedoch ist die Abfahrt Roncobilaccio (Nr. 17) am günstigsten. Wer Kurvenfahrten nicht scheut, fährt auf der alten Passstrasse Nr. 65 von Bologna nach Florenz. Etwa auf halber Strecke liegt auf der Passhöhe, unmittelbar neben der Straße, der Soldatenfriedhof.

Über eine Treppe erreicht der Besucher vom Parkplatz aus ein niedriges Eingangsgebäude mit einem regengeschützten Vorplatz. Hier ist das Büro des Friedhofsverwalters, der jedem gerne für Auskünfte zur Verfügung steht. Im Aufenthaltsraum liegen die Namenverzeichnisse der auf diesem Friedhof bestatteten Gefallenen aus. Ein großer Plan des Friedhofes erleichtert die Orientierung beim Suchen der Gräber.

Vom Eingangshof kommt man zu einem Gittertor, hinter dem der Friedhof beginnt. Eine 2000 Meter lange Mauer zieht sich spiralförmig den Berg hinauf, schließt die Gräber der Gefallenen auf Terrassen ein und endet in einer steil in den Himmel ragenden Mauerscheibe. Aus der Mauerfläche ragen in größeren Abständen 67 Natursteinkreuze heraus. Steinplattensitze laden den Besucher zum besinnlichen Verweilen ein. Unterhalb des höchsten Punktes der Anhöhe wird die Mauerkrone der Stützmauer höher und höher, steigt schräg zum Himmel und bricht jäh ab. Die letzte Spirale der Mauer bildet einen Ehrenhof, unter dem sich die Krypta mit dem Kameradengrab befindet. Ein Mosaik aus schwarzen, weißen und grauen Natursteinplatten zieht sich über den Boden des Ehrenhofes und über die Mauerscheibe nach oben. Hier im stillen Innenhof wird der Blick an der Mauer, dem Mosaik entlang nach oben gelenkt. Die Gedenken gehen in die Vergangenheit und in die Zukunft ... Die Toten verpflichten die Lebenden .....

Vom Ehrenhof gelangt der Besucher über eine Treppe in den Gedenkraum der Krypta, neben dem das Kameradengrab mit den untrennbaren Gebeinen von 397 deutschen Gefallenen liegt. Am Eingang des Gedenkraumes wurden ihre Namen in fünf große Wandtafeln aus Naturstein eingemeißelt. Drei Fenster geben den Blick auf die herrliche Berglandschaft des Apennin frei. Im hinteren Drittel des Gedenkraumes mahnt eine mächtige auf dem Boden ruhende stählerne Dornenkrone und die aus Metallbuchstaben zusammengeführte Inschrift:

SELIG SIND DIE, DIE DA LEID TRAGEN
DENN SIE SOLLEN GETRÖSTET WERDEN

Zur Erinnerung an den aufgelösten deutschen Soldatenfriedhof Cervia hat der Volksbund die bei der Überführung der Gefallenen erhalten gebliebenen Gedenksteine der Truppe in dem Cervia-Raum der Krypta aufgestellt.

Die spiralförmig sich hochwindende Mauer mit dem Hauptweg wird dreimal senkrecht durch Radialwege durchschnitten in der Art von schmalen Weinbergstiegen. Sie erlauben, den Weg zur Spitze abzukürzen. Flach wachsende Gräser und Stauden sowie sich wild ansiedelnde Hochgebirgspflanzen unterbrechen die Grasdecke der flach geneigten, in die Terrassen eingefügten 72 Gräberfelder. Ein Drainagesystem sammelt das für die Bewässerung der Bepflanzung notwendige Regen- und Quellwasser in großen offenen kreisrunden Zisternen. Zwischenwege und Gräberfelder sind mit Wildrasen bedeckt. Der Friedhof ist bepflanzt mit Hainbuchen, Kiefern, Eichen und Ahorn. Auch Wildsträucher, Feuerdorn, Tamarix, Wacholder, Ginster, Stechpalme und Schneebeere sind hier zu finden.

Je zwei Gräber der vier haben eine liegende Steinplatte. In den 70 x 40 cm großen Grabplatten sind die Namen und die Angaben zur Person des jeweiligen Gefallenen eingemeißelt.

Das in Terrassen angeordnete Gräberfeld ist in 72 verschieden große Gräberblöcke gegliedert. Der Besucher ist beeindruckt von der Größe der Anlage, die von keinem Punkt ganz überblickt werden kann. 30653 deutsche Kriegstote wurden hier zur letzten Ruhe gebettet. Welch riesige Zahl! Können wir uns heute noch vorstellen, wie viel Leid sich in dieser Zahl verbirgt?.......

Wir sollten diese Stätte nicht verlassen, ohne dass wir uns des Opfers der hier bestatteten Toten eindringlich bewusst werden und nicht, ohne ihr mahnendes Vermächtnis mit auf den Weg zu nehmen: Die Mahnung zum Frieden!

Der Friedhof wurde am 28.06.1969 eingeweiht.


Kehl

Nach dem 2. Weltkrieg wurden vom amerikanischen Gräberdienst 890 deutsche Soldaten aus Feldgräbern und kleinen Feldfriedhöfen im Elsaß und in den Vogesen nach Kehl umgebettet.
Hier liegen auch die vorher auf dem Zivilfriedhof bestatteten Gefallenen und weitere Tote aus Streulagen in der Oberrheinischen Tiefebene.

Der Friedhof liegt am Kinzigdamm und ist mit einem Wassergraben umgeben. Über das Gräberfeld sind Granitkreuze verteilt.
Die Namen und Daten von jeweils vier Toten sind auf Namensteinen festgehalten.
Auf der Höhe des Kinzigdammes steht ein offener Rundbau, der in seinem Inneren einen Gedenkstein birgt.


Kursk - Besedino

Deutscher Soldatenfriedhof in Kursk-Besedino / Russische Föderation

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. hat die Kriegsgräberstätte Kursk - Besedino in den Jahren 2006 bis 2009 im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland errichtet.

Mit dem Inkrafttreten des deutsch-russischen Kriegsgräberabkommens im Jahr 1992 wurde die rechtliche Grundlage geschaffen, den 4,5 Hektar großen Sammelfriedhof - etwa 18 km von der Stadt Kursk in Richtung Woronesch gelegen - für die in der Schlacht im "Kursker Bogen" gefallenen deutschen Soldaten ausbauen zu können. Die russische Regierung hat der Bundesrepublik Deutschland das Gelände kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Die Schlacht um Kursk im Sommer 1943 gilt als größte Panzerschlacht in der Geschichte der Kriegsführung. Die Angaben über die Menschenverluste differieren. Auf deutscher Seite waren etwa 50.000 Gefallene und Vermisste zu beklagen, auf sowjetischer Seite ein Vielfaches.

Im Jahr 2005 begannen die Umbettungsarbeiten in diesem Gebiet mit der Überführung der ersten deutschen Kriegstoten nach Kursk-Besedino. Bis zur Einweihung werden hier 21.105 Kriegstote aus Hunderten von Grablagen in den Gebieten Orel, Kursk, Tula, Woronesch, Lipezk und Belgorod ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. In den kommenden Jahren ist die Zubettung weiterer 20.000 deutscher Gefallener vorgesehen (bis Ende 2009 wurden ca. 26.070 Tote in 10 Gräberblöcken eingebettet).

Die Gräber der Gefallenen sind oberirdisch nicht erkennbar, da sie keine Einzelgrabzeichen tragen. Namen und Lebensdaten der hier Ruhenden sind auf 43 Stelen aus Granit am Rande der Gräberfelder verzeichnet. Im Zuge der laufenden Identifizierungsarbeiten konnten hierfür die Namen von 11.700 Kriegstoten ermittelt werden. Weitere 20 Natursteinstelen nahe dem Gedenkplatz tragen Namen und Lebensdaten von 7.117 (noch) nicht geborgenen oder in diesem Gebiet vermissten Soldaten.

Die Kriegsgräberstätte wurde bereits in 2008 baulich fertiggestellt. Um sie für Besucher erreichbar zu machen, musste eine neue Zufahrtsstraße gebaut werden. Das Friedhofsgelände ist mit einem Zaun aus Metallgitterelementen und Natursteinpfosten eingefriedet. Der Zugang zu den 20 Gräberfeldern, von denen bislang die ersten neun belegt sind, führt durch einen offenen Eingangspavillon, in dem eine kleine Ausstellung zum Thema Kriegsgräberfürsorge platziert wurde. 42 Symbolkreuzgruppen aus Granit prägen die einzelnen mit Rasen begrünten Grabfelder, deren Grenzen durch kleine Natursteinpfosten markiert sind. Auf einem gepflasterten Weg – umrahmt von den Grabfeldern - gelangt der Besucher zum zentralen Gedenkplatz im mittleren Bereich des Friedhofes. Er wird überragt von einem fünf Meter hohen Granitkreuz. Nicht weit entfernt erinnert eine kleine Gedenkstätte an die in diesem Gebiet in Kriegsgefangenschaft verstorbenen deutschen Soldaten.

Kursk - Besedino ist der vorletzte große Sammelfriedhof für deutsche Gefallene des Zweiten Weltkrieges, den der Volksbund in Russland errichtet.

Der Friedhof wurde am 17. Oktober 2009 eingeweiht.


Laurahütte / Siemianowice

In Siemianowice / Laurahütte bei Katowice/Kattowitz wurde dem Volksbund in den 1990er Jahren von den polnischen Behörden kostenlos ein Gelände für die Anlage eines deutschen Soldatenfriedhofes zur Verfügung gestellt. Nebenan ist ein neuer Kommunalfriedhof für die Gemeinde geplant.

Das in einem Waldstück gelegene 3,4 Hektar große Gelände wird von zwei Hauptwegen erschlossen. An einem zentralen Gedenkplatz sind Stelen aufgestellt, auf denen die Namen der Orte stehen, aus denen die Gefallenen nach Siemianowice / Laurahütte gebracht wurden. 1997 begannen die Umbettungen der deutschen Soldaten aus den zahlreichen Orten der Bezirke Katowice, Bielsko Biala, Krakow, Tarnow, Kielce, Czestochowa, Piotrkow Trybunalski, Sieradz, Nowy Sacz und Lodz. Die Einbettungsblöcke sind mit Blocksteinen markiert, Reihensteine erleichtern das Auffinden der Grablage.

Insgesamt bietet die Anlage Platz für rund 40000 Tote; zur Zeit (Stand: 2009) ist sie Ruhestätte für 28 879 Deutsche, die im Zweiten Weltkrieg umgekommen sind. Die Umbettungen dauern immer noch weiter an. Im Informationsraum der Kriegsgräberstätte befindet sich nun das Gesamtnamenbuch für Polen. Am Eingangsgebäude wurde eine Informationstafel angebracht.

Die Anlage wurde am 10. Oktober 1998 der Öffentlichkeit übergeben.

Anlässlich des 10. Jahrestages der Friedhofseinweihung versammelten sich am 26. September 2008 etwa 400 Besucher, darunter viele Angehörigen, zu einer Gedenkfeier auf dem Friedhof.


Modlin

Die Festung Modlin (20 Kilometer nördlich Warschau gelegen) war in beiden Weltkriegen wegen ihrer strategisch wichtigen Lage am Zusammenfluss von Weichsel und Narew heftig umkämpft. Seit Kriegsende bis 1993 war das Gelände um die Festung militärisches Sperrgebiet.

Die Gemeinde Nowy Dwor Mazowiecki hat gemeinsam mit dem Volksbund und unter Beteiligung der Denkmalschutzbehörden den Festungsfriedhof instand gesetzt. Dort ruhen polnische, russische und deutsche Gefallene.

Die deutsche Anlage mit den Gräbern von 2 591 Gefallenen des Zweiten Weltkrieges ist 1,3 Hektar groß. Der Weg führt an einem Denkmal für Artilleristen des Ersten Weltkriegs vorbei zum kreisförmigen Gedenkplatz mit Hochkreuz. Die Namen der Toten stehen auf neun Tafeln.Symbolkreuzgruppen aus Granit lockern das Gräberfeld auf.


Narwa / Narva

Deutscher Soldatenfriedhof 1939/45

Narva, die drittgrößte Stadt Estlands, ist zugleich die wichtigste Grenzstadt zu Russland. Den bereits 1943 von der Wehrmacht angelegten Friedhof hat der Volksbund zur zentralen Ruhestätte für die Gefallenen der Narva-Front erweitert. Die wesentlichen Ausbauarbeiten wurden 1999 abgeschlossen, so dass der Friedhof am 29. August desselben Jahres eingeweiht werden konnte.
Von dem Eingangsgebäude, in dessen Mauer ein Orientierungsplan eingebaut wurde, führt ein leicht geschwungener, befestigter Weg an den Gräberfeldern vorbei zum Gedenkplatz. Im letzten Drittel dieses Weges sind beiderseits Inschriftenstelen aus Granit in Gruppen zu zwei, drei und vier Tafeln aufgestellt worden. Zwischenzeitlich wurden weitere zwei Stelen mit den Namen nachträglich identifizierter Kriegstoter aufgestellt. Die Stelen tragen die Namen von mehr als 4.000 Gefallenen, die bereits seit 1943 auf dem Friedhof ruhen. Die genaue Grablage dieser Toten war leider nicht zu ermitteln, lediglich die Grenzen der Gräberfelder konnten sondiert werden. Symbolkreuze kennzeichnen die belegten Flächen.

Auf den Zubettungsflächen hat der Umbettungsdienst des Volksbundes bereits 10.758 Tote beigesetzt. Ihre Namen werden auf Grabkreuzen oder Inschriftentafeln genannt. Die Beschriftung wird laufend fortgesetzt bzw. ergänzt.
Der Gedenkplatz mit dem zentralen Symbol, ein 4,50 m hohes Natursteinkreuz, bietet dem Besucher einen reizvollen Blick auf die Landschaft entlang des Narva Flusses.

Betreuer des Friedhofes ist die Osaühing "Küste", Petriplatz 3 in Narva. Dort kann auch das Namenbuch eingesehen werden. Ansprechpartner ist Frau Galina Meng.


Nowgorod

Aktuelles:
Bis Ende Juli diesen Jahres sollen weitere 1.100 Namen deutscher Soldaten auf Schriftstelen verzeichnet werden.

Eine Delegation des Volksbundes fand im Dezember 1991 das Gelände des ehemaligen Ehrenfriedhofes der 1. Luftwaffen-Feld-Division Nowgorod-Süd. Die rund 485 deutschen Soldatengräber waren zwar eingeebnet, aber das Friedhofsgelände und Teile des zentralen Ehrenmals noch gut zu erkennen. Im Juni 1992 sondierte der Umbettungsdienst des Volksbundes erstmals dort die Gräber.

Die Nowgoroder Gebietskommission erteilte dem Volksbund im November 1992 die Erlaubnis, die Anlage wieder herzustellen und zu einem Sammelfriedhof von drei Hektar Größe auszubauen. Im Rahmen der Arbeiten wurden die kreisförmigen Wege der ursprünglichen Anlage wieder hergestellt und in den einzelnen Segmenten und Symbolkreuzgruppen aufgestellt. An zentraler Stelle wurde ein Hochkreuz errichtet, an dessen Fuß die Namen der hier bestatteten Soldaten auf liegenden Steintafeln verewigt sind.

Eine Parzelle des Friedhofes ist etwa 857 spanischen Soldaten vorbehalten, die auf deutscher Seite ihr Leben verloren hatten. Wie in der Vergangenheit werden auch in den kommenden Jahren weitere Zubettungen aus dem Nowogoroder Gebiet erfolgen. Der Friedhof wurde am 21.09.1996 eingeweiht.

7.713 Tote sind seit 1996 auf dem Friedhof neu eingebettet worden. 2.200 Namengruppen sind auf 9 Granitstelen eingraviert und 2004 am Einbettungsblock 12 aufgestellt worden. Weitere 1.120 Namen wurden 2005 auf 4 Granitstelen eingraviert und am Einbettungsblock 11 aufgestellt.


Potylicz / Potelitsch

Bereits während des Zweiten Weltkrieges legte die deutsche Wehrmacht an einem Hang in der Nähe der Stadt Rawa Russka diesen Soldatenfriedhof für ca. 400 Gefallene an.

Die Gebietsverwaltung Zhowkwa stellte dem Volksbund insgesamt drei Hektar Gelände, unter Einbeziehung des ursprünglichen Friedhofes, zur Verfügung. Hier, am Rande des Dorfes Potylicz, werden nun alle Toten, die der Volksbund im Lemberger Gebiet (L`viv, Westukraine) bergen kann, zugebettet. Der Friedhof wurde mit einem Metallzaun eingefasst und an den Rändern bepflanzt. Der Besucher betritt den Friedhof durch ein schlichtes Eingangsgebäude. Von hier führt ein gepflasterter Weg aufwärts zu einem zentralen Platz mit Hochkreuz. Die Namen und Daten der hier Ruhenden sind auf Granitstelen angebracht, die am Rande des jeweiligen Belegungsblockes aufgestellt wurden.

Die Belegungsflächen sind mit insgesamt 16 Symbolkreuzgruppen gekennzeichnet. Das zentrale Mal bildet ein ca. 5 Meter hohes Hochkreuz aus Granit. Bisher haben hier 11.199 Tote (Stand 2009) ihre letzte Ruhestätte gefunden. Die Namen ohne Dienstgrad werden in alphabetischer Reihenfolge auf Schriftstelen genannt. Die Stelen sind den jeweiligen Einbettungsblöcken zugeordnet. Militärische Einheiten, Traditionsverbände etc. werden nicht genannt.

Am 06. Juni 1998 wurde der Friedhof unter großer Anteilnahme der Gemeinde feierlich eingeweiht.


Saldus

Im Jahr 1994 erhielt der Volksbund von der Rayonsverwaltung Saldus die Genehmigung, auf dem Territorium der Gemeinde Novadnieku - etwa 3 km südlich der Stadt Saldus - den
Sammelfriedhof für das Kurland (südwestl. Landesteil Lettlands) zu errichten.

Die Suche nach einem neuen Friedhofsgelände war notwendig geworden, weil der in der Stadt Saldus gelegene deutsche Soldatenfriedhof mit etwa 2.000 Toten wegen örtlicher Baumaßnahmen
teilweise zerstört wurde und deshalb aufgelöst werden musste.

Wenige Kilometer südlich der Stadt Saldus hat der Volksbund am 04. September 1999 den größten Sammelfriedhof in den baltischen Ländern eingeweiht. Auf der über sechs Hektar großen Anlage können bis zu 30.000 Tote bestattet werden. Vor allem Gefallene aus den Kämpfen im Kurland (Ende 1944 bis Anfang 1945) erhalten hier ihre endgültige Ruhestätte. Über 20.000 Kriegstote wurden in Saldus bis 2008 bestattet. Vom Eingangsgebäude mit Informationsraum (Auslage der Namenbücher) und sanitären Anlagen führt ein befestigter Weg zum Gedenkplatz. Ein steinener Lageplan erleichtert die Orientierung. Die Gräber sind mit Natursteinkreuzen gekennzeichnet. Ein Grabzeichen trägt auf der Vorder- und Rückseite Namen und Daten von je vier Gefallenen. Tote, deren Grablage nicht zuzuordnen ist, werden auf Pultsteinen direkt am Gräberfeld genannt. Die Grabkennzeichnung wird ständig fortgesetzt bzw. ergänzt.
Das 7,50 Meter hohe Metallhochkreuz steht am höchsten Punkt des Geländes und ist weithin sichtbar.

Am 4.September 1999 wurde der Friedhof Saldus feierlich eingeweiht.

Mit der Betreuung des Friedhofes wurde die Firma "Saldus Laukcieltnieks" vom Volksbund beauftragt. Das Eingangsgebäude ist von April bis November geöffnet.


Tobruk

Hinweis: Zur Zeit finden Bauarbeiten der lybischen Regierung zum Bau einer Meerwasserentsalzungsanlage in Tobruk statt. Dazu wurden auch am Ehrenmal Gräben entlang gezogen. Da die Meerwasserentsalzungsanlage wegen politischer Schwierigkeiten zurzeit nicht weitergebaut werde, seien die Bauarbeiten an den Gräben eingestellt worden. Zur Zeit ist es mit dem Pkw nur unter erschwerten Bedingungen möglich, das Ehrenmal aufzusuchen.

Der Volksbund versucht, im Rahmen von Gesprächen, das Thema einer Schutzzone anzugehen. Es wird versucht zu erreichen, dass zumindest eine kleine Mauer um das Ehrenmal herum errichtet wird, um anzudeuten, dass dort ein Schutzbereich besteht.

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Mit Hilfe der einheimischen Bevölkerung bargen die Mitarbeiter des Volksbunds von November 1951 bis November 1953 bei der Feldgrabsuche 98 Prozent der in Libyen gefallenen deutschen Soldaten aus der Wüste. Die Regierung des damaligen Königreiches Libyen unterstützte die Arbeiten in jeder nur möglichen Weise und gewährte dem Volksbund die kostenlose Ausbeutung von zwei Steinbrüchen.

Der Reisende, der sich vom Osten her der Stadt Tobruk nähert, wird schon von weither auf der Höhe oberhalb der Stadt einen Bau erkennen, der in den Formen und der Farbe seines Mauerwerkes mit dem Charakter der libyschen Landschaft harmoniert. Es ist ein Gebäude von 40 mal 40 Metern Grundfläche und einer Höhe, die – je nach dem Geländeverlauf – zwischen zwölf und 14 Metern beträgt. Die Ecken werden von vier Rundtürmen – mit einem Durchmesser von sechs Metern – flankiert. Hinter den Seitenmauern ruhen in einer Gruft in einzelnen Sarkophagen 6.026 Gefallene des libyschen Kampfraumes.

Von dem schmalen Eingang in der Mitte der Vorderseite tritt der Besucher zunächst in den gewölbten Gedenkraum und erblickt ein drei Meter hohes Kreuz aus Eisenguss. Zu beiden Seiten des Kreuzes steht in Bronzebuchstaben:

Über gezeichnetem Haupt

Die nackte Gewalt des Gestirnes,

Ward der Kampf uns verhängt,

Und wir ertrugen die Glut.

Namen nennen euch hier den Ort,

Wo wir kämpften und fielen.

Wüste heißt dieser Ort,

Erde, spurloser Sand.

Wüstenwind hüllte uns ein,

Die Leiber versengend, die Herzen.

Schicksalsturm löschte das Licht

Unseres irdischen Tags.

Was wir gewesen, ihr seid?s!

Und was nun verhängt war, bedroht euch.

Lernt aus verwehter Spur!

Sorgt, dass die Wüste nicht wächst!

Auf dem Boden vor dem Hochkreuz liegt eine von einem Kranz umrahmte Gedenkplatte mit der Inschrift: "Das deutsche Volk seinen in Libyen gefallenen Soldaten und ihrem Feldmarschall Rommel". Aus diesem Raum führen rechts und links zwei Zugänge in die Arkadenumgänge und damit in den Ehrenhof. In der Mitte des Ehrenhofes liegt die unterirdische Gruft, von drei Seiten von Arkadenumgängen umschlossen, während die vierte Seite Nischen von geringer Tiefe aufweist.

Auf jeder Seite liegen fünf der insgesamt 20 Nischen. Drei der Nischen mit Reliefschmuck zeigen auf Diabasplatten – in altägyptischer Technik stilisiert – jeweils drei Soldaten des ehemaligen Deutschen Afrikakorps, insgesamt also neun Figuren, die gleichsam trauernd vor dem Grabe ihrer Kameraden stehen. 15 Arkaden-Nischen tragen an ihren Rückwänden in Mosaiksetzung die Namen der in der Gruft beigesetzten Gefallenen. Das zentrale Mal besteht aus einer von vier Engeln getragenen Feuerschale. Der Besucher kann über die Treppe in einem der Türme zum oberen Terrassenumgang emporsteigen. Von hier aus hat er einen weiten Blick über die karge Landschaft, die einst Schauplatz der erbitterten Kämpfe um Tobruk war.

Die Kriegsgräberstätte wurde am 20. November 1955 eingeweiht.


Warschau

Im nördlichen Stadtgebiet der Landeshauptstadt befindet sich der zentrale Stadtfriedhof. Hier wurde 1990 ein Zubettungsfriedhof für gefallene deutsche Soldaten des Zweiten Weltkrieges mit einer Fläche von 760 Quadratmetern eingerichtet.

Zur Zeit ruhen hier rund 340 Gefallene, die im Stadtgebiet und in einigen anderen Ortschaften geborgen wurden. Auf den Namenplatten beim zentralen Gedenkplatz mit einem Hochkreuz aus Granit sind die Namen der hier Ruhenden sowie auch die Namen der im Stadtgebiet nicht zu bergenden Soldaten verzeichnet.

Das Gräberfeld befindet sich im Quartier XVI/XVII - 5 uns ist auf den Übersichtsplänen mit dem Volksbundsymbol (Kreuze) gekennzeichnet.

Die Einweihung der Anlage fand am 6. Oktober 1991 statt.


Laboe / Kiel-Möltenort

Gedenkstätte Kiel - Möltenort

Die Gedenkstätte in Möltenort an der Kieler Förde wurde in den Jahren 1936 - 1938 für die im 1. Weltkrieg auf See gebliebenen Angehörigen der deutschen U-Boot-Waffe vom Volksbund errichtet. Sie wurde anlässlich der Einweihung am 12.8.1938 an den früheren deutschen Marinebund übergeben, der damit die Aufsicht und die Pflege des Mahnmales übernahm, das dem Sterben von 4 744 U-Boot-Fahrern während des 1. Weltkrieges gewidmet war.

Während des 2. Weltkrieges und in den ersten Nachkriegsjahren hat es erhebliche Schäden durch Kriegseinwirkung und durch Beraubung erlitten. Schon im Jahre 1950 begann der Volksbund die schlimmsten Schäden zu beseitigen; zu einem späteren Zeitpunkt setzten die Vorbereitungen ein, das Mal zu einer Gedenkstätte auch für die U-Boot-Toten des 2. Weltkrieges werden zu lassen.

Das weit über die Förde hin sichtbare Wahrzeichen besteht aus einem 16 Meter hohen Pfeiler aus rotem Wesersandstein, der von einem in Erz ausgeführten Adler gekrönt wird. Zu beiden Seiten des Steinpfeilers liegen vertieft zwei Gedenkhallen, zu deren Eingängen je eine Treppe hinabführt. In einer der beiden Hallen sind in einer Nische vier metallene Bücher ausgelegt; in ihnen sind Name, Dienstgrad und Todestag der jeweiligen U-Boot-Besatzung des 1. Weltkrieges verewigt. Die Verbindung beider Gedenkräume stellt ein im Halbkreis angelegter Umgang her, in dem jetzt die Namen der insgesamt 27 491 im 2. Weltkrieg gefallenen U-Boot-Männer auf 84 Bronzetafeln verzeichnet sind.

Die Daten der kriegsgeschichtlichen Ereignisse sind - getrennt nach dem 1. und 2. Weltkrieg - auf zwei Bronzetafeln verzeichnet und im Bereich der Eingangshöfe angebracht. Erwähnung verdient die U-Boot-Kameradschaft Kiel, die dem Volksbund für den Ausbau der Gedenkstätte in den vergangenen Jahren beträchtliche Mittel zur Verfügung gestellt hat. Sie hat auch die ständige Pflege des Males und des dazugehörigen Geländes übernommen.

Mit diesem Ausbau wollen sowohl der Volksbund als auch die U-Boot-Kameradschaft Kiel ihre Verbundenheit mit den Angehörigen der Gefallenen der U-Boot-Waffe zum Ausdruck bringen, die nie ein Grab besuchen können.

Gedenkstätte Kiel - Laboe

Die weithin sichtbare Silhouette seines 85 Meter über der Ostsee aufragenden Turms prägt das Gesicht der Kieler Außenförde. Zwei Aufzüge oder 341 Stufen führen zu einer Aussichtsplattform, von der aus sich ein einzigartiger Rundblick über Land und Meer öffnet.Ursprünglich dem Gedächtnis der im Ersten Weltkrieg gefallenen Angehörigen der Kaiserlichen Marine gewidmet, wurde das Ehrenmal nach erneuter Übernahme durch den DMB am 30. Mai 1954 zur Gedenkstätte für die auf den Meeren gebliebenen Seeleute aller Nationen und zugleich zum Mahnmal für eine friedliche Seefahrt auf freien Meeren.Auf 5,7 Hektar Gesamtfläche – nahezu der Größe von acht Fußballfeldern – gehören zu der Anlage neben dem markanten Turm eine unterirdische Gedenkhalle, die Historische Halle mit zahlreichen Schiffsmodellen und anderen marine- und schifffahrtsgeschichtlichen Exponaten sowie eine 7000 Quadratmeter große, mit Wesersandstein belegte Freifläche.Die Planung des auf dem Gelände eines früheren Panzerturms erbauten Denkmals geht auf eine Idee von 1925 zurück. Am 30. Mai 1936 wurde es nach fast siebenjähriger Bauzeit eingeweiht. Etwa 700.000 Reichsmark – überwiegend aus Spenden von Mitgliedern der Marinevereine und der Marineoffiziervereinigung stammend – waren in den Bau geflossen, der heute zu den wenigen architektonischen Beispielen des Expressionismus zählt.Von 1993 - 1998 wurde die Anlage einer umfassenden Renovierung unterzogen – angefangen mit einem neuen Belag der Freifläche und endend mit der notwendig gewordenen Sanierung und Neuverfugung des geklinkerten Turms. Die dafür erforderlichen Finanzmittel in Höhe von nahezu 4,5 Millionen DM/2,3 Mio ? wurden aus Eintrittsgeldern und Mitgliedsbeiträgen aufgebracht sowie aus Spenden, die über die Hälfte des Gesamtbetrages ausmachten. Öffentliche Gelder standen nicht zur Verfügung.Parallel zu den baulichen Maßnahmen erfolgte in enger Zusammenarbeit mit kompetenten Historikern eine sorgfältige Überprüfung der inhaltlichen Aussagen des Ehrenmals, um unter Wahrung historischer Zusammenhänge missverständliche Darstellungen zu präzisieren und die Gesamtaussage in würdig angemessener Form zu aktualisieren. In diesen noch nicht abgeschlossenen, sondern auch in Zukunft einem stetigen Wandel unterliegenden Prozess fällt auch die 1996 erfolgte Einrichtung der Gedenkstätten für die Deutsche Marine und die Zivile Schifffahrt. Die Historische Halle wird in den kommenden Jahren überarbeitet.


Sammelfriedhof Charkow

WIKI-LINK: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Charkow_(1943)


Soldatenfriedhof Donezk

WIKI-LINK: http://www.geolocation.ws/v/P/52758688/der-friedhof-der-deutschen/en


Friedhof Goldap

VIDEO-LINK: http://www.youtube.com/watch?v=eK2Lj22PIXQ

WIKI-LINK: http://de.wikipedia.org/wiki/Gołdap


Sammelfriedhof Kiew


Kriegsgräberstätte Klin

WIKI-LINK: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Moskau


Friedhof Sagrobellja


Borowsk

WIKI-LINK: http://de.wikipedia.org/wiki/Borowsk


Starzia

WIKI-LINK: http://de.wikipedia.org/wiki/Stariza